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Rheinberg: Betrüger verlangt viel Geld für lebensrettende Spritze

Kriminalität in Rheinberg : Frau fällt nicht auf schamlosen Betrüger rein

Ein schamloser Ganove versetzt eine ältere Dame in Panik mit der Nachricht, dass ihr Sohn im Krankenhaus mit dem Tod kämpfe. Er verlangt als angeblicher Anrufer der Intensivstation Geld für eine lebensrettende Spritze. Vergeblich.

Im Laufe des Dienstags haben Betrüger erneut versucht, im Kreis Wesel Senioren mit Schockanrufen oder der Enkeltrickmasche um ihr Geld zu bringen. Die Polizei meldete eine besonders miese Tat in Rheinberg. Hier wollten Betrüger einer 74-jährigen Dame weismachen, dass ihr Sohn auf der Intensivstation eines Krankenhauses eine lebenswichtige Spritze benötige. Die aber koste einen dreistelligen Betrag. Sollte sie nicht zahle, würde ihr Sohn nicht überleben. Die schamlosen Ganoven verunsicherten die arme Frau gehörig. Als sie sich gefangen hatte, rief sie nach dem aufwühlenden Telefonat im Krankenhaus an. Die Mitarbeiter dort warnten die Frau vor einem Betrug, da der Sohn natürlich nicht mit lebensgefährlichen Symptomen auf der Intensivstation lag. Ein Anruf bei ihrem Sohn ließ die Rheinbergerin schließlich aufatmen: Er war wohlauf. Insgesamt gab’s binnen Stunden sechs ähnlich gelagerte Betrugsversuche in Wesel, eine Tat in Dinslaken und eine in Hamminkeln. Auch diese Senioren erkannten bei den Anrufen die jeweilige betrügerische Absicht und ließen sich nicht ins Boxhorn jagen.