Rheinberg: Berauschendes Musical-Feeling im Ossenberger Sportcenter

Charity-Gala : Berauschendes Musical-Feeling im Ossenberger Sportcenter

Das Stage-Focus-Ensemble aus Kamp-Lintfort bedankte sich beim SV Concordia für die Möglichkeit, an der Kapellenfeldstraße proben zu können.

Der Hauch der großen weiten Musicalwelt schwebte über dem Sportcenter in Ossenberg. Die Aula war proppenvoll. Gespannt wartete das Publikum auf den Start eines besonderen Abends. Der Ossi, Förderverein für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen von Concordia, hatte zur Aufführung des Stage-Focus-Ensembles eingeladen.

Über Monate hatte das gut 40-köpfige Ensemble in der Aula geprobt, Rollen studiert, um sich auf die großen Auftrittstermine in der Kamp-Lintforter Stadthalle vorzubereiten. Dafür dankte das Ensemble auf seine Weise und lud die Vereinsmitglieder auf die musikalische Reise ein. Lieder, die an großen Musical-Spielorten zu hören sind, erklangen für das Ossenbeger Publikum als Dankeschön für eine intensive Probenzeit in den Vereinsräumen. Das Publikum kam aus dem Schwärmen nicht mehr raus. „Und das bei uns in Ossenberg. Was für eine Reise“, war in allen Ecken zu hören, als bekannte Melodien aus Musicals wie „Les Misèrables“, „Tanz der Vampire“, „Elisabeth“ oder „Aladin“ erklangen, aber auch aus der brandaktuellen Produktion zum Kinoschlager „Fack ju Göhte“. Ebenfalls zu hören gab es das Lied „Mädchen der Nacht“ aus dem Stück „Jekyll & Hyde“.

Rund 20 Sängerinnen und Sänger wechselten sich ab in immer neuen Rollen und Kostümen. Theater-Feeling pur bestimmte bis zum Schluss die Atmosphäre in der Aula. Ob alle Zuschauer immer genau die jeweiligen Musical-Produktionen erkannten, bleibt ein Geheimnis. Die Botschaft des Abends war einfach, nämlich Lust zu machen, auf das, was derzeit in den Metropolen der Musicalszene gespielt wird.

Das Publikum lobte in der Pause die gesangliche Leistung der semi-professionellen Akteure. Und wer ist es schuld? Der Finger zeigt auf Burghard Kretschmer, der Vorsitzende von Concordia. „Dieser Abend ist für uns ein totales Highlight und macht Lust auf mehr“, so Kretschmer. Inga Lewitzki hatte zu ihm Kontakt aufgenommen, nachgefragt, ob in Ossenberg eine Trainingsmöglichkeit gegeben sei. Gemeinsam mit Corinna Schäfer hat sie die Leitung des Ensembles. „Wir sind so dankbar, dass wir hier trainieren konnten“, sagte Schäfer.

Besonders die in der Aula befindliche Spiegelwand habe wertvolle Arbeit bei den Proben geleistet. Anfänglich beliefen sich diese noch auf bis zu sechs Stunden in der Woche. In der Schlussphase werde doppelt so häufig geprobt, verdeutlichte Schäfer den Feinschliff bis zu den Aufführungen in Kamp-Lintfort am 22. und 23. November. Dann wird es zu den Liedern kurze Einspieler geben und kleine Einführungen zu den jeweiligen Musicals.