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Rheinberg: Ausstellung Alltagsmenschen zur Laga könnte sich verschieben

Ausstellung zur Landesgartenschau : Ein beschwerlicher Weg nach Rheinberg

Die Alltagsmenschen der Künstlerin Christel Lechner sollten vom 9. Juli an in Rheinberg zu sehen sein. Doch Corona wirbelt die Pläne durcheinander. Eine Verschiebung der Ausstellung ist nicht auszuschließen.

Mit aktuell 32 lebensgroßen Betonfiguren soll – im Rahmen der Landesgartenschau (Laga) Kamp-Lintfort – vom 9. Juli bis zum 8. November die Ausstellung Alltagsmenschen in Rheinberg zu sehen sein. Die positive Nachricht: Die Standorte für die einzelnen Skulpturen sind schon festgelegt, die Finanzierung von rund 40.000 Euro so gut wie gesichert. „Wir sind momentan noch mit einem Sponsoren im Gespräch“, sagt Norbert Nienhaus, Vorsitzender des Fördervereins Stadtmarketing Rheinberg, zuversichtlich. Es läuft also. Eigentlich. Denn die Corona-Pandemie wirbelt den Ausstellungsplan des Rheinberger Stadtmarketings ordentlich durcheinander.

Die Mitglieder richten ihren Blick derzeit auf den 19. April; bis dahin gelten zunächst alle getroffenen Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung des Virus. „Im Prinzip hängt alles davon ab, wann die Schutzmaßnahmen wieder aufgehoben werden“, sagt Nienhaus. Bei dem derzeit bestehenden Versammlungsverbot von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum sei eine Ausstellung ebendort nur schwer durchführbar.

Die lebensgroßen Betonfiguren zeigen Menschen in Alltagssituationen, wie beim Entspannen auf der Wiese. Foto: Uwe Plien

Zudem kann es zu Terminkollisionen kommen, da die Künstlerin Christel Lechner ihre Betonfiguren an vier weiteren Orten ausstellt. Unter anderem in Telgte. „Hier wird sich die Ausstellung wegen Corona um vier Wochen verschieben“, bestätigt Nienhaus. Möglicherweise wirke sich diese Verschiebung auch auf Rheinberg aus. Fest steht für den Vorsitzenden des Fördervereins Stadtmarketing nur eines: Die Alltagsmenschen kommen zu Besuch nach Rheinberg. Nur wann, ist derzeit noch nicht geklärt.

„Wir haben bereits Werbeflyer entworfen, warten aufgrund der aktuellen Entwicklungen allerdings noch mit der Drucklegung“, berichtet Nienhaus. Auch andere Marketing- und Werbemaßnahmen habe man vorerst auf Eis gelegt. Erst am 19. April wird die Situation neu bewertet.

Diese Figur aus der Ausstellung 2016 in Rees setzt zum Sprung ins Wasser an. Foto: Uwe Plien

Das Ausstellungskonzept hingegen steht schon fest: Die Präsentation erfolgt im Zusammenschluss mit Moers Marketing, das 20 Figuren im Altstadtbereich aufstellen wird, und Laga2020, wo eine Figurengruppe zu sehen sein wird. Beide Orte verweisen auf die Hauptausstellung in Rheinberg. Hier wird man den liebenswerten Betonfiguren an zahlreichen Stellen begegnen: im Stadtpark (Hegerbecken und Vallan), auf dem Areal des ehemaligen Awo-Hauses am Eingang der Gelderstraße, am Kamper Hof, auf dem Markt, vor dem Hotel am Fischmarkt sowie am Entenmarkt, an der Rheintorpumpe und voraussichtlich am Pulverturm. „Eine Skulptur wird auf dem Balkon des Underberg-Palais stehen und ein Ensemble bilden mit einer Skulptur, die unterhalb des Balkons steht“, erzählt Nienhaus. Somit sind die Alltagsmenschen im wahrsten Wortsinn Leitfiguren durch die Innenstadt Rheinbergs.

Im Rahmenprogramm der Ausstellung sind unter anderem fünf oder sechs Stadtführungen geplant. Außerdem werde der ADFC auch entsprechende Radtouren von Kamp-Lintfort aus nach Rheinberg anbieten, schildert Nienhaus.