Rheinberg: Artlon-Gemälde als Brücke zwischen alt und neu

Rheinberg: Artlon-Sprayer schlagen eine Brücke von Alt nach Neu

Streetart-Künstler aus Spanien, Frankreich und Deutschland gestalten im Rahmen des MAP-Festivals die Hauswand am Stadteingang.

Die Sonne knallt auf die 120 Quadratmeter große Hausfassade, aus dem Rekorder flutet leise Hip-Hop-Musik über die Wiese. Von dort, wo früher das Café Püttmann stand, hat man den besten Blick auf das Gemälde. Die Ecke Innenwall/Orsoyer Straße war lange hässlich beschmiert. Jetzt sind echte Künstler am Werk. Artlon-Künstler, die das Team des Rheinberger MAP-Festivals organisiert haben.

Javier Landa Blanco aus Huarte bei Pamplona in Nordspanien, der sich als Künstler Corte nennt und die MAP-Kunstaktionen von Beginn an begleitet, hat das Werk koordiniert. „Ich habe die grobe Planung gemacht, damit jeder weiß, was er zu tun hat“, erzählt „Javi“, wie er von seinen Freunden genannt wird, in fließendem Deutsch. Das riesige Ziffernblatt einer Uhr liegt im Zentrum des Wandgemäldes. „Ich orientiere mich auch an klassischer Malerei“, so der Spanier. „Und die Uhr soll eine Brücke zwischen den Generationen symbolisieren, zwischen dem alten und dem neuen Rheinberg.“

Dass das gesprühte Bild einen Bezug zur Stadt hat, ist wichtig, denn man sieht das Bild, wenn man von Budberg aus in die Innenstadt einbiegt. Ein schönes Entrée also, das schon jetzt Aufmerksamkeit findet. „Es kamen schon viele Rheinberer, die zugeschaut haben, wie die Künstler arbeiten“, berichtet Marco Kutz, der die Artlon-Aktion zusammen mit seinem Bruder Manuel Kutz und einigen anderen auf die Beine gestellt hat.

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Der Rheinberger Stadtschlüssel ist zu sehen, und ein großer Schriftzug „Rheinberg 1233-2018“. Den trägt Steffan aus Mönchengladbach auf. Er nennt sich „HOKER“ und ist zum ersten Mal in Rheinberg dabei. Die Aktion gefalle ihm gut, sagt er. Alphonso aus Bilbao hingegen ist schon ein alter Artlon-Hase, ist zum vierten Mal am Start. „Ein guter Ort zum Malen, eine geeignete Fläche“, betont er.

Der Franzose Thomas aus Straßburg (STOM500) sieht das ähnlich. Er ist für den linken, in Gelb gehaltenen Teil des Gemäldes verantwortlich.

Zum Team gehört auch noch Jonas (Bond) aus Leipzig. Der ist allerdings an anderer Stelle tätig: Er verschönert den Unterstand auf dem Schulhof der ehemaligen Montessorischule an der Ritterstraße. Bis Samstag soll das Artlon-Gemälde fertig sein.