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Rheinberg: Arbeitsgruppe fürs Mobilitätskonzept

Stadtentwicklung in Rheinberg : Arbeitsgruppe fürs Mobilitätskonzept

Ein 168-seitiges Gutachten liegt vor, nun beginnt die Auseinandersetzung damit. Im vergangenen Frühjahr hat die Stadtverwaltung das Dresdener Unternehmen Mobilitätswerk damit beauftragt, ein gesamtstädtisches Mobilitätskonzept für die Stadt Rheinberg zu erstellen.

Ein umfangreiches Gutachten, das als Grundlage für sämtliche verkehrliche Planung in der Zukunft dienen soll. Straßenführungen, Geh- und Radwege, öffentlicher Personennahverkehr – alles soll untersucht und aus den Ergebnissen dann Perspektiven entwickelt werden.

In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Mobilität lag nun ein erster Entwurf vor. 168 Seiten Lesestoff, hinzu kommen Anhänge und Erläuterungen. Da war im Ausschuss schnell klar: Darüber kann die Politik nicht mal eben an einem Abend befinden. Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema, darin waren sich alle im Ausschuss einig, erfordere eine tiefergehende Auseinandersetzung. So einigte sich der Ausschuss darauf, eine Arbeitsgruppe zu gründen, die das Mobilitätskonzept Schritt für Schritt durchleuchten soll. In dieser Arbeitsgruppe sollen auch lokale Akteure mitarbeiten, die nicht parteigebunden sind. Denkbar seien der Fahrradclub ADFC Rheinberg, der Bürgerbusverein oder auch  der gerade gegründete Behindertenbeirat. Dieter Paus, Technischer Beigeordneter, sagte dazu: „Das Konzept wird tief in die Strukturen der Stadt eingreifen.“ Die daraus abgeleiteten Maßnahmen umzusetzen, werde teuer werden, aber: „Es ist wichtig, dass wir ein beschlossenes Mobilitätskonzept haben, denn das ist oftmals die Grundlage dafür, um an Fördermittel zu kommen.“

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Wenig sinnvoll sei es, vor dem Hintergrund des Mobilitätskonzepts ein von den Grünen beantragtes Innenstadtverkehrskonzept unabhängig davon zu beraten oder gar zu beschließen, befand der Ausschuss. Das gehöre zusammen. Im Antrag der Grünen geht es um die Sperrung der Durchfahrt Holz-/Fischmarkt. Der Punkt soll nun, darauf einigte man sich, in Verbindung mit dem Mobilitätskonzept beraten werden. 

Auch ein weiterer Antrag der Grünen soll in das dicke Paket „Mobilitätskonzept“ mit aufgenommen werden. Die Grünen hatten einen Antrag mit der Zielsetzung eingereicht, dass eine Prioriätenliste zur Sanierung und Neubau von Radwegen und der Errichtung von Mobilstationen aufgestellt werden soll. Der Antrag sei im Zusammenhang mit den Vorarbeiten des Kreises Wesel (kreisweites Mobilitätskonzept) und des RVR (regionales Radwegenetzkonzept) zu sehen. Nun soll die Arbeit bald losgehen. Das erste Ziel laute, bis September zu einer Entscheidungsgrundlage zu kommen – mit der Option auf Verlängerung.