Rheinberg: Arbeit im Quartier soll weitergehen

Ausschuss für Soziales, Familien und Senioren: Arbeit im Quartier soll weitergehen

Sozialausschuss will 5000 Euro für ein weiteres Jahr zur Verfügung stellen.

Hinter sperrigen Begriffen verstecken sich mitunter einfache, sinnvolle Dinge. So auch beim „Quartiersmanagement Innenstadt West“. Im September 2016 begannen die Evangelische Kirchengemeinde Rheinberg, die Grafschafter Diakonie und die Stadt Rheinberg unter dieser Marke mit der gemeinsamen Arbeit in der Reichelsiedlung und den umliegenden Straßen. Hinzu kam noch die ITS Concept Immobilien GmbH, die Vertretung der Wohnungseigentümer. Ihr Ziel: Die dort lebenden Menschen sollen sich in ihrem Quartier wohl fühlen, für sie sollen Angebote geschaffen werden. Die Menschen sollen sich mit ihrem Umfeld identifizieren.

Das kostet natürlich Geld. Die derzeitige Projektfinanzierung erfolgt durch die Kooperationspartner sowie einer Bezuschussung aus Mitteln der Stiftung Wohlfahrtspflege. Geld fließt nach jetzigem Stand noch bis zum 31. August dieses Jahres. Im Ausschuss für Soziales, Familien und Senioren wurde nun beraten, ob und wie das Quartiersmanagement fortgesetzt werden soll. Die dafür notwendigen Haushaltsmittel sind noch nicht ermittelt und im Haushaltsplanentwurf veranschlagt – zunächst muss ein Beschluss vorliegen und es muss eine konkrete Ausgestaltung festliegen.

Im Ausschuss standen Quartiersmanagerin Anke Sczesny und Udo Otten als Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie bekamen ein positives Feedback. „Es ist gut, die Arbeit fortzusetzen“, sagte etwa Barbara Ettwig von den Grünen. „Es sind gute Nachbarschaftsprojekte wie das Gartenprojekt angestoßen worden.“ Ettwig hatte allerdings Fragen: Wie ist es um die Zusammenarbeit mit der Stadt bestellt? Und wer macht ab September dieses Jahres was? Wie sieht die Finanzierung aus? Welchen finanziellen Beitrag soll die Stadt leisten?

Ähnliche Fragen trieben auch die anderen Fraktionen um. Hans-Willi Jenk (CDU) wies darauf hin, dass die Kirchengemeinde bereits signalisiert habe, selbst Mittel zur Verfügung zu stellen. „Aber wer stellt die Anträge? Die Stadt?“, fragte er. Und Claudia von Parzotka-Lipinski (SPD) wollte wissen: „Wer bezahlt die Musik, die am Ende rauskommt?“ Das sollte in den Beschluss eingearbeitet werden.

Auch Sozialdezernentin Rosemarie Kaltenbach sagte, sie halte es für wichtig, die Quartiersarbeit fortzusetzen. Insgesamt gehe es um eine Summe von 20.000 Euro, von denen jeder der vier Kooperationspartner ein Viertel trägt.

Pfarrer Otten führte aus, dass er davon ausgehe, dass auch weiterhin eine partnerschaftliche Lösung gefunden werden könne. Allerdings brauche man deutlich mehr Stunden, um die anfallende Arbeit bewältigen zu können. Bis zur nächsten Sozialausschusssitzung soll eine Analyse des Projekts vorliegen, dann könne auch über die Verteilung von Haushaltsmitteln beraten werden. Nun beschloss der Ausschuss erst einmal einstimmig, dass sich die Stadt mit maximal 5000 Euro (versehen mit einem Sperrvermerk) für den Zeitraum September 2019 bis August 2020 an den Kosten für das Quartiersmanagement beteiligen wird.

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