Rheinberg: Applaus für den ersten Bühnenauftritt

Tanzwerkschau : Applaus für den ersten Bühnenauftritt

Bei der Tanz-Werkschau in der Stadthalle Rheinberg zeigten 70 Mädchen ihr Können. Auch die achtjährige Florentine.

Es war nicht einfach, rund um die Stadthalle Rheinberg einen Parkplatz zu finden. Denn es war einiges los: Mehr als 70 Tanzbegeisterte, überwiegend aus Xanten, zeigten auf der Bühne Modern Dance, Tanztheater, Jazzdance, Flamenco und Kindertanz. Die Tanzwerkstatt der Dom-Musikschule Xanten hat (in Kooperation mit der Stadt Rheinberg) aufgeführt, was sie ein Jahr lang geprobt hat und für ein begeistertes Publikum gesorgt.

Der edle rote Vorhang ist noch nicht geöffnet. Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde der Tänzer sitzen schon gespannt im Publikum und die Tänzerinnen freuen sich auf ihren Auftritt. Florentine (8) redet mit ihrer Freundin Viktoria (8), bevor es losgeht. Für Florentine ist es das erste Mal, dass sie auf der Bühne steht. Viktoria war im vergangenen Jahr schon mit dabei. Dann eröffnen Thomas Brezinka und Leiterin Annette Piscantor-Lux einen Abend voller Tanz, Ausdruck und Musik. Nach dem ersten kleinen Technikproblem läuft alles wie geplant. Auf einer Leinwand werden schwarz-weiße Videos gezeigt, auf denen mehrere jugendliche Mädchen tanzen. Dampf kommt aus einer Nebelmaschine und ein Scheinwerfer taucht die Bühne in ein blaues Licht. Sechs Tänzerinnen stehen auf der Bühne, sie bewegen sich langsam und elegant. Heben ihre Arme sanft oder strecken die Beine in die Luft. Dann applaudiert das Publikum – das erste Mal an diesem Abend. Es sollte aber noch viel öfter geklatscht werden. Erst sind es die ganz kleinen Mädels, die auf die Bühne kommen. Sie haben Regenschirme, drehen sie in der Luft, tanzen zur Musik. Sie sehen aus wie Elfen. Dann sind die älteren Tänzerinnen an der Reihe, sie tragen andere Kostüme. In der Mehrzahl sind es die kleinen Tänzerinnen, aber auch ihre Mütter oder deren Freundinnen, zeigen, was sie beim Tanzen so bewegen können.

Dann ist die Bühne auf einmal ganz voll: Radschlag – erster Radschlag, zweiter Radschlag, dritter Radschlag – hier ein Winken, da ein Winken. Die Stimmung in der Stadthalle wechselt von dramatisch über gefühlsvoll zu rockig. Bunte Lichter flackern über die Leinwand. Zwischendurch geht die Diskokugel an und taucht die ganze Stadthalle in ein angenehmes Licht und viele wippen im Takt der Musik mit.

Kurz vor der Pause tritt dann Florentine mit ihrer Tanzgruppe auf: in schwarzen Tutus – wie Prima Ballerinas – gehen sie auf die Bühne. Sie werfen Rosenblätter in die Luft, drehen sich elegant – sehr verspielt und träumerisch. Erst eine Brücke, dann liegen sie auf dem Boden und plötzlich stehen sie wieder und werfen Rosenblätter – alles genau zum Beat der Musik. Dann schwebt Florentine in der Luft. Ihre Freundinnen halten sie gut fest. Schließlich geht das Licht an und es wird geklatscht. Pause.

Der erste Teil der Tanzwerkschau ist geschafft. Annette Piscantor-Lux lächelt. Sie sieht zufrieden aus. Florentine hat ihren ersten Auftritt hinter sich gebracht, nach der Pause geht es für sie nochmal auf die Bühne. Mama ist begeistert, Oma ist stolz. Und ihre große Schwester Antonia will nächstes Jahr auch dabei sein.