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Rheinberg: Anwohner sammeln Unterschriften gegen Pumptrack für Skater

Rundkurs für Skater in Rheinberg : Anwohner sammeln Unterschriften gegen Pumptrack

Auf dem Bolzplatz zwischen Tennishalle und Fossa soll ein betonierter Rundkurs unter anderem für BMX-Fahrer entstehen.

Auf dem Bolzplatz zwischen Tennishalle von Grün-Weiß und der Fossa an der Königsberger Straße soll es künftig ein ständiges Auf und Ab geben. Dort soll ein sogenannter Pumptrack entstehen, ein speziell geschaffener Rundkurs mit Wellen, Kurven und Sprüngen für Mountain- und BMX-Bikes, Skateboards, Roller und Inliner. Immer im Blick: der Kostenrahmen von 250.000 Euro. Da es sich um ein Leader-Projekt handelt, kann die Stadt rund 65 Prozent über Fördermittel finanzieren.

Was das Herz vieler Jugendlicher höher schlagen lässt, beunruhigt einige Anwohner insbesondere von der Königsberger Straße und der Wiesenstraße. Sie haben Unterschriften gegen das Projekt gesammelt und haben sie bereits im Stadthaus bei Bürgermeister Frank Tatzel abgegeben. Die Bitte: Er soll sich mit dem Anliegen der Anwohner befassen.

„Der Standort der Pumptrack-Anlage grenzt unmittelbar an die Wohngebiete Wiesenstraße, Königsberger Straße und Räuberstege an“, schreiben die Kritiker. „Wir als Anlieger sind an diesen Planungen bisher nicht beteiligt worden. Unsere Informationen darüber haben wir uns aus dem Internet und aus der Presse beschaffen müssen. Was wir erfahren haben, beunruhigt uns sehr.“

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So vermissen die Anwohner eine Beurteilung des Lärms, der ensteht, wenn auf dem Pumptrack regelmäßig gefahren wird. Vor allem am Wochenende und nach Feierabend könnte es laut werden, wird vermutet. Und: „Sportliche Interessen einer unbedeutenden Minderheit dürfen nicht höher bewertet werden als die schwerwiegenden Beeinträchtigungen der angrenzenden Wohngrundstücke.“ Kritisiert wird zudem, dass inmitten einer Grünanlage eine große Fläche betoniert werden soll. Befürchtet wird, dass ein Treffpunkt „mit erheblichem Konfliktpotenzial“ entsteht. Die Anwohner nennen „Lärm, Alkohol- und Drogenkonsum“ als Beispiele. Das Gelände sollte nach Auffassung der Kritiker eingezäunt und abends verschlossen werden. Nicht zuletzt werden die Kosten für den Pumptrack in Höhe von schätzungsweise 250.000 Euro als zu hoch eingeschätzt.

„Wir bitten Sie, unsere Sorgen ernst zu nehmen und unsere Anregungen und Forderungen bei den weiteren Beratungen zu berücksichtigen“, schreiben die Anwohner. Sie möchten, dass Standortalternativen geprüft werden, denn: „Dieser Standort ist als nicht geeignet zu verwerfen“, so die Anwohner.