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Rheinberg: Amprion will Stromtrasse anders führen

Bezirksregierung Düsseldorf : Amprion will Stromtrasse anders führen

Der Netzbetreiber kündigt an, bei der Aufrüstung der Wechselstromleitung zwischen Wesel und Krefeld-Hüls im Rheinberger Ortsteil Vierbaum nachzubessern.

Die umstrittene Amprion-Wechselstromtrasse soll in Vierbaum anders verlaufen als geplant. Der Netzbetreiber Amprion reagiert auf in einem Anhörungsverfahren eingebrachte Einwendungen und Stellungnahmen und will eine Planänderung im Planfeststellungsverfahren vornehmen. Das gab am Mittwochnachmittag die Bezirksregierung Düsseldorf bekannt. Betroffen ist die neue Höchstspannungsfreileitung zwischen Wesel und Krefeld-Hüls, die auch über Rheinberger Stadtgebiet läuft. Amprion hat bei der Bezirksregierung Düsseldorf ein Planfeststellungsverfahren beantragt. Ein wesentlicher Punkt sei eine Verschwenkung der Trasse im Bereich Vierbaum sowie die Anpassung einzelner Maststandorte und Mastarten.

Der geänderte Plan, Zeichnungen und Erläuterungen sowie Unterlagen über die Umweltbelange sind von Montag, 9. August, bis zum 8. September (einschließlich) auf der Internetseite der Bezirksregierung Düsseldorf unter http://url.nrw/offenlage einsehbar. Im Zeitraum der Offenlage werden die Unterlagen als zusätzliches Informationsangebot in den Städten und Gemeinden Dinslaken, Duisburg, Hünxe, Kempen, Krefeld, Moers, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg, Tönisvorst, Voerde und Wesel ausgelegt. Interessierte müssen bei der Einsichtnahme vor Ort die geltenden Coronaschutzbestimmungen beachten. Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, könne bis spätestens 22. September 2021 (einschließlich) bei der Bezirksregierung Düsseldorf, Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf (Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde) oder bei den Städten und Gemeinden Dinslaken, Duisburg, Hünxe, Kempen, Krefeld, Moers, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg, Tönisvorst, Voerde und Wesel schriftlich Einwendungen gegen die beantragte Planänderung erheben, so die Bezirksregierung.

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Die Wechselstromleitung besteht bereits, soll aber von 220 auf 380 Volt aufgerüstet werden. Geplant ist, an deutlich höheren neuen Masten (bisher um die 35, künftig knapp 70 Meter hoch) statt bisher sieben dann 31 Kabelstränge zu führen. Die bisherigen Masten haben einen Sicherheitsstreifen von zirka 25 Metern, bei dem neuen Trassenverlauf waren 55 bis 60 Meter im Gespräch, der Grundriss der Maststandorte beträgt bisher 2,50 mal 2,50 Meter, bei der Neuplanung zwölf mal zwölf Meter. Davon betroffen sind auch die Rheinberger Ortsteile Vierbaum und Budberg.

Einige Anwohner hatten gefordert, dass die Freileitung in der angedachten Alternativtrasse in Vierbaum einige hundert Meter weiter westlich und in Budberg einige hundert Meter weiter östlich verlaufen könnte.