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Rheinberg: Amprion möchte bestehende Stromtrasse weiterhin nutzen

Wechselstromleitung in Budberg : Amprion möchte bestehende Stromtrasse weiterhin nutzen

Noch ist nicht entschieden, ob das Unternehmen Amprion das Wechselstromprojekt EnLAG 14 (Energieleitungsausbaugesetz) in der bestehenden Trasse realisieren kann.

Die geplante 53 Kilometer lange Leitung verläuft von der Umspannanlage Niederrhein in Wesel über Rheinberg, Moers-Utfort und Krefeld bis nach Osterrath, überwiegend als Freileitung. Der elf Kilometer lange Abschnitt von Voerde bis Budberg soll wegen der Rheinquerung als Erdkabel geführt werden. „Das Planfeststellungsverfahren bei der Bezirksregierung Düsseldorf läuft noch“, sagt Anne Frentrup, Projeksprecherin bei Amprion. Das Unternehmen plant die 380-Kilovolt-Freileitung in der Trasse der bestehenden Freileitung. 

Die von der Stadt Rheinberg und auch von betroffenen Anwohnern gewünschte Trassenverschwenkung nach Osten mit gewünschtem Verlauf zwischen Sandweg und Peldenweg sei in der  Variantendiskussion behandelt worden und ist weiterhin Bestandteil des laufenden Planfeststellungsverfahrens, hatte Amprion mitgeteilt. Gegen eine  Verschwenkung nach Osten spreche jedoch die Inanspruchnahme neuer Flurstücke und damit verbundene Betroffenheiten neuer Eigentümer, zudem sei die Variante aus umweltfachlicher Sicht  nicht vorzugswürdig. Amprion möchte die jetzt als 220 Kilovolt geführte Leitung auf 380 Kilovolt umstellen. Den Grund nennt Anne Frentrup: „Durch die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien wird der Strom vor allem dort erzeugt, wo das Wetter dafür günstig ist und nicht mehr dort, wo der Bedarf am höchsten ist. Um Stromüberschüsse und -defizite auszugleichen, bauen wir das Übertragungsnetz aus.“ Beabsichtigt ist, die Freileitungsabschnitte zwischen Wesel und Voerde sowie Budberg und Utfort Ende 2024 fertig zu stellen. Diese Aufrüstung hat Folgen: Künftig werden statt sieben 31 Seile geführt, und das an höheren Masten, die dann statt rund 34 rund 60 Meter hoch sein werden. Anne Frentrup: „Wir haben größere Spannfelder. Das bedeutet: Wir bauen 116 Masten zurück und errichten nur 81. Zukünftig wird es also 35 Masten weniger in der Region geben.“ Amprion erteilt gerne auch Auskünfte zum genannten Projekt. „Man kann mit uns reden, für individuelle Rückfragen zum Projekt stehen wir gerne zur Verfügung“, sagte Frentrup. Sie ist unter Telefon 0231 584914493 zu erreichen.  Der Link zur Projektwebsite: https://www.amprion.net/Netzausbau/Aktuelle-Projekte/Niederrhein-Wesel-Osterath/