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Rheinberg: Alltagsmenschen sind die wahren Helden des Alltags

Parallel zur Landesgartenschau : Die wahren Helden des Alltags

In einer Woche werden die 32 Alltagsmenschen – Betonfiguren der Künstlerin Christel Lechner – in Rheinberg aufgebaut. Der Förderverein des Stadtmarketings als Initiator bedankt sich bei Sponsoren.

Eine Woche noch, dann kommen sie in die Stadt: 32 Alltagsmenschen, lebensgroße Betonfiguren, die so sind wie die Menschen im echten (Rheinberger) Leben. Nicht perfekt, ohne Model-Maße, manche mit Knollennasen, andere mit dickem Popo, wieder andere mit Bauchansatz. Aber allesamt sympathische Zeitgenossen und geschaffen von der Künstlerin Christel Lechner.

Am 9. Juli werden sie geliefert und an verschiedenen Stellen in der Stadt aufgebaut, ab dem 10. Juli kann man sie sich anschauen und sich an ihnen erfreuen. Vier Monate lang, bis zum 8. November, bleiben sie (hoffentlich unbeschadet) stehen. Die eine oder andere vielleicht auch länger, wie Norbert Nienhaus, erster Vorsitzender des Stadtmarketing-Fördervereins, am Donnerstag sagte. Er und seine Mitstreiterinnen Edeltraud Hackstein und Bärbel Kathagen haben die Hoffnung, dass die Stadt der Künstlerin vielleicht eine oder zwei Alltagsmenschen zum dauerhaften Verbleib in Rheinberg abkauft. Oder vielleicht auch das Haus Underberg: Auch auf dem Balkon des Palais in der Innenstadt wird eine Figur aufgestellt. Sie winkt einer anderen zu, die unten auf der Straße platziert wird.

Christiane Underberg hat Gefallen an den Alltagsmenschen und deren Schöpferin. „Ich kenne Christel Lechner. Wer ihr jemals dabei zuschauen konnte, wie sie die Figuren herstellt, der weiß: Sie hat eine Botschaft“, sagte die Unternehmerin. Nämlich die, dass die Alltagsmenschen, „also Menschen wie du und ich, die wahren Alltagshelden in unserem Leben sind“. Auch deshalb ist Christiane Underberg gerne Botschafterin für die Ausstellung und hat versprochen, die Werbetrommel für das Projekt zu rühren.

Das will auch Bürgermeister Frank Tatzel tun – er ist Schirmherr der Aktion, für die das Stadtmarketing 40.000 Euro zusammengetragen hat. Ohne Sponsoren wäre das nicht zu stemmen gewesen. Nienhaus, Kathagen und Hackstein dankten am Donnerstag den Sponsoren. Vertreten waren auf dem Großen Markt Solvay-Werkleiter Norbert Mülders, Innogy-Kommunalbetreuer Dirk Krämer und Sparkassen-Vorstand Frank-Rainer Laake. Weitere Unterstützer sind die Stadt, Amazon, Metall-Edelbau Rettig, Veranstaltungstechnik Blue Media Light, Möbelhaus Gottwald, Das Auto-Der Wein Lothar Gardemann, Vero Baustoffverband, die Teunesen Groep, das Kiesabbauunternehmen Hülskens sowie die Bürgerinitiative Rund um den Pulverturm.

In Abstimmung mit Moers und Kamp-Lintfort (auch dort stehen Alltagsmenschen) sowie dem ADFC-Fahrradclub wird es verbindende Radtouren geben, ebenso wie Stadtführungen.