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Rheinberg: Aktion gegen Plastik in der Biotonne

Saubere Abfalltrennung in Rheinberg : DLB unterstützt Aktion gegen Plastik in der Biotonne

Erstmalig realisieren Abfallwirtschaftsbetriebe aus ganz Deutschland – darunter auch der Dienstleistungsbetrieb Rheinberg – gemeinsam eine große Aufklärungskampagne, um Plastiktüten aus den Biotonnen zu verbannen.

Rheinberg räumt auf in der Biotonne. Denn immer noch landen zu viele Plastiktüten im Bioabfall. Damit wird ein eigentlich 100 Prozent biologischer und verlustfreier Energiekreislauf maßgeblich gestört, denn aus Plastiktüten wird weder Bioenergie noch Qualitätskompost.

Erstmalig realisieren Abfallwirtschaftsbetriebe aus ganz Deutschland – darunter auch der Dienstleistungsbetrieb (DLB) der Stadt Rheinberg – gemeinsam eine große Informations- und Aufklärungskampagne, um Plastiktüten (auch kompostierbare) aus den Biotonnen zu verbannen. 23 Betriebe aus Schleswig-Holstein, Niedersachen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern starteten gleichzeitig diese überregionale Kampagne. Mittlerweile beteiligen sich deutschlandweit 41 kommunale Entsorgungsbetriebe an der Kampagne. Die neuen Teilnehmer kommen aus den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Hessen, Baden-Württemberg sowie Nordrhein-Westfalen. Die Nachfrage wächst tagtäglich.

Das Problem mit Plastik im Bioabfall: In Mikroplastik zerfallen, können herkömmliche Plastiktüten nicht mehr aus dem Rohkompost getrennt werden und landen so auf den Äckern, werden ins Grundwasser gespült und gelangen damit in die Nahrungskette. Unter dem Motto „#wirfuerbio – Biomüll kann mehr“ werden nun Kräfte gebündelt. Gemeinsam sollen die Verunreinigung des Bioabfalls minimiert und die Qualität der aus Bioabfall gewonnenen Komposterde deutlich verbesser werden. Ziel ist die nachhaltige Verwertung von Bioabfällen. „Weil davon alle etwas haben, ökonomisch und ökologisch“, heißt es von den Organisatoren.

Innerhalb des Produktionsprozesses in den Anlagen werden auch kompostierbare Beutel nicht vollständig biologisch abgebaut. Diese Tüten erfüllen die Euro-Norm, wenn sich nach zwölf Wochen 90 Prozent der Tüte in Teile zersetzt haben, die kleiner als zwei Millimeter sind, und wenn nach sechs Monaten mindestens 90 Prozent der Tüte biologisch abgebaut sind. Diese Zeiten überschreiten aber deutlich die Produktionszeiten in den Anlagen. In der Sortierung im Vorfeld der Kompostierung sind diese Tüten außerdem nicht von konventionellen Plastiktüten zu unterscheiden.

Mehr Informationen im Internet unter: wirfuerbio.de oder bei der Abfallberatung der Stadt Rheinberg unter abfallberatung@rheinberg.de oder telefonisch unter 02843-171-125.

(RP)