Projektwoche an der St.-Peter-Grundschule in Rheinberg Trommeln fördert die Konzentration

Rheinberg · An der Rheinberger Grundschule St. Peter ist die Projektwoche „Trommelzauber“ zu Ende gegangen. Im begleitenden Unterricht haben die Kinder auch viel über Afrika und das Hilfsprojekt in Benin erfahren. Warum das Projekt pädagogisch so wertvoll ist.

Trommeln in der Turnhalle: Den Kindern hat das Musizieren mit den Händen richtig viel Spaß gemacht. Sie waren mit höchster Konzentration bei der Sache.   RP-Fotos:  A. Fischer

Trommeln in der Turnhalle: Den Kindern hat das Musizieren mit den Händen richtig viel Spaß gemacht. Sie waren mit höchster Konzentration bei der Sache. RP-Fotos:  A. Fischer

Foto: Armin Fischer (arfi)

Aus der Turnhalle der St.-Peter-Grundschule klingen die ganze Woche über recht exotische Töne. Kein Wunder. Drinnen haben sich die 297 Schülerinnen und Schüler auf eine Abenteuerreise in das Trommelzauberdorf „Tambo, Tambo“ begeben. Der Hintergrund: Nach einer Idee von Johnny Lamprecht bieten die Profi-Trommler der schwäbischen „Trommelzauber GmbH“ bundesweit Projektwochen an.

Dabei können Kinder, aber auch Pädagogen an der Trommel ihre Konzentrationsfähigkeit steigern, die eigene Motorik fördern oder spielerischen Zugang zur eigenen Kreativität erfahren. Argumente, die auch die Verantwortlichen in der Lernstätte an der Schulstraße überzeugt haben. Mit Unterstützung des Fördervereins und der Sparkasse am Niederrhein konnte das Projekt schließlich realisiert werden.

Auch wenn der Spaß am gemeinschaftlichen Trommeln, Singen und Tanzen im Vordergrund steht: Der Unterricht lief die Projektwoche über weiter. Und der stand ganz im Zeichen des schwarzen Kontinents, erklärt Schulleiterin Michaela Joost: „Alles ist eingebettet in das Projekt Afrika. Die Schüler lernen sehr viel über Afrika und die Menschen dort.“

 Arnd Dahlbeck zeigte den Kindern, aber auch dem Lehrer-Kollegium, wie’s gemacht wird, damit das Trommeln in der großen Gruppe nicht nur Krach macht.

Arnd Dahlbeck zeigte den Kindern, aber auch dem Lehrer-Kollegium, wie’s gemacht wird, damit das Trommeln in der großen Gruppe nicht nur Krach macht.

Foto: Armin Fischer (arfi)

Wie zum Beispiel im Unterricht von Tim Lehnhausen, der seinen Erstklässlern die unterschiedlichen Vegetationszonen Afrikas erklärt hat. „Die Kinder haben ihre bevorzugte Vegetationszone mit Playmobilfiguren nachgebaut“, erzählt der stellvertretende Schulleiter. „Außerdem erfahren unsere Schüler etwas über das Hilfsprojekt Benin von Pro Humanität, das von unserer Schule seit vielen Jahren unterstützt wird“, ergänzt Michaela Joost.

Henrike van Briel reist als Vorstandsassistentin der Hilfsorganisation mehrmals in das Entwicklungsland. Am Donnerstag berichtete sie in der Schule von diesem Projekt und zeigte einen Film. So interessant das auch alles sein mag: Die Trommelkids zog es in die Turnhalle. Sie wollten Action.

Nachdem morgens zunächst alle 297 Schülerinnen und Schüler an einem gemeinsamen Aufwärmprogramm teilgenommen hatten, ging es im Laufe des Tages getrennt weiter. Ein Jahrgang trommelte, die anderen lernten die Hintergründe der afrikanischen Kultur kennen.

Projektleiter Arnd Dalbeck beschäftigt sich zunächst mit den Erstklässlern. 78 davon sitzen mit ihren original afrikanischen Trommeln vor ihm auf dem Fußboden und schlagen wild darauf ein. Keine leichte Aufgabe, daraus einen stimmigen Beat zu zaubern, könnte man annehmen. „Die Kinder merken sehr schnell, dass es nicht so schön ist, einfach nur Krach zu machen, und machen dann gerne mit“, so Dalbeck. Tatsächlich klingt der Rhythmus nach wenigen Sekunden wie aus einem Guss.

Am Freitag fand ein Info-Abend mit anschließender Show statt, zu der Geschwister, Eltern und Großeltern eingeladen waren. Am Rande dieser Veranstaltung sammelten die Kinder für das Hilfsprojekt in Benin. Bis es soweit war, mussten die Erstklässler noch Lieder und, ganz wichtig, den Gazellentanz einstudieren. Gemeinsam mit dem Giraffen-, Elefanten-, und Affentanz der anderen Jahrgangsstufen wurde die Trommelshow zu einem Musical der besonderen Art. Für Michaela Joost ist der Erfolg des Projektes sichtbar: „Ich bin ganz stolz, dass alle Kinder so begeistert mitgemacht haben.“

(erko)
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