Rheinberg: Abschiedsfeier für die PAD-Schüler

Rheinberg: Abschiedsfeier für zwölf PAD-Schüler

Junge Gäste aus Australien, Island, Kasachstan, Indien, Nicaragua und Estland reisen am Mittwoch weiter.

Seit knapp zwei Wochen sind  zwölf Schüler aus sechs verschiedenen Ländern zu Besuch am Amplonius-Gymnasium. Zur Gruppe gehören jeweils zwei Schüler zwischen 15 und 18 Jahren aus Australien, Island, Kasachstan, Indien, Nicaragua und Estland. Diese PAD-Schüler (PAD steht für Pädagogischer Austauschdienst) feierten am Montagabend zusammen mit den Gastfamilien und Unterstützern der Aktion einen internationalen Abschlussabend.

Denn für sie geht es am Mittwoch, 11. Juli, weiter nach München und anschließend nach Berlin. Der PAD ermöglicht diese internationalen Begegnungen. Das Auswertige Amt vergibt dazu jedes Jahr Stipendien an besonders gute Schüler des Deutschunterrichtes in den verschiedensten Ländern. Der vierwöchige Aufenthalt wird vollständig finanziert und auch die Rheinberger Gastfamilien erhalten finanzielle Unterstützung.

Außerdem bekommt immer ein Schüler des Amplonius-Gymnasiums die Möglichkeit, die gesamte Reise durch Deutschland als Ansprechpartner zu begleiten. Dieses Jahr ist die Gastschwester Jantje Schäfer ausgewählt worden, deren Familie einen indischen Jungen beherbergt. Die Schule macht schon zum 29. Mal bei dem Projekt mit und ist auch dieses Jahr wieder sehr begeistert davon.

Sigrid Schmitz, Erdkunde- und Englischlehrerin am Gymnasium und zum zweiten Mal Leiterin am Standpunkt Rheinberg, erzählte lachend: „Das Sprachniveau ist  sehr unterschiedlich, aber man versteht eigentlich jeden und wir hatten auch schon einen Schüler, der besser Deutsch konnte als wir.“ Bei den Tischgesprächen merkt man aber auch: Klappt es mal auf Deutsch nicht so richtig, wird auf Englisch weiter gesprochen.

Das Treffen fand im Forum des Gymnasiums statt. In den Gastfamilien wurde zuvor traditionelles Essen der jeweiligen Länder zubereitet. Von süß bis herzhaft – für jeden war etwas dabei und alle waren neugierig, die neuen Gerichte kennenzulernen und sich schmecken zu lassen. An den Tischen wurde gegessen, gelacht und von Zuhause erzählt. Auch über die bisherigen Erfahrungen in Deutschland wurde viel erzählt. Der Ausflug zum Archäologischen Park in Xanten sei sehr interessant gewesen. Düsseldorf empfanden einige sehr groß und hektisch, für andere war’s einfach nur schön und ein bisschen wie in der Heimat.

  • Neukirchen-Vluyn : JSG-Schüler auf der Expo in Kasachstan

Neben solchen Ausflügen hospitierte die Gruppe im Unterricht ihrer Gastgeschwister und hatte Freizeit mit den Gastfamilien. Zudem hatten die Gastschüler jeden Tag drei Stunden eigenen Deutschunterricht an der Schule, der von Jonas und Elias Sentob organisiert worden war. Dort arbeiteten sie gemeinsam an einer kleinen Zeitung und an Präsentationen über ihr eigenes Land – natürlich auf Deutsch.

Die PAD-Schüler stellten ihre Heimatländer in kurzen Vorträgen vor. Die beiden Australier hatten sogar eine Art Quiz für die Zuschauer vorbereitet. Es musste erraten werden, was bestimmte australische Abkürzungen oder Ausdrücke auf Deutsch bedeuten. Danach forderten sie das Publikum auf, zusammen mit ihnen einen australischen Tanz namens „The Nutbusch“ zu tanzen. Obwohl die verschiedenen Schritte und Drehungen erst sehr kompliziert aussahen, hatten alle viel Spaß und machten mit.

Danach erzählen zwei Schülerinnen aus Estland von den Unterschieden zwischen Deutschland und ihrem Zuhause. Mit extrem dunklen Wintern müsse man in Deutschland zwar nicht  kämpfen, dafür ist Estland in Sachen Digitalisierung sehr weit.

Alle Schüler waren vorne auf der Forum-Bühne aufgeregt, aber sehr gut zu verstehen. Auch Jantje Schäfer erzählte: „Das Sprachniveau und die Kommunikation untereinander ist viel besser geworden und somit auch das Miteinander.“