Rheinberg: 50 Jahre Kindertagesstätte St. Theresia

Kindertagesstätte St. Theresia : Mit 50 Jahren immer noch kindlich

Die Kindertagesstätte St. Theresia in Millingen feiert am Samstag, 25. Mai, mit einem großen Fest ihren 50. Geburtstag. Familien erwartet ein buntes Programm.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die Einladungen sind längst bei den Familien. Am Samstag, 25. Mai, feiert die Kindertagesstätte St. Theresia in Millingen, Alpener Straße 365, mit den Kindern, ihren Familien und Ehemaligen 50. Geburtstag.

„Wir haben 300 Ehrengäste eingeladen“, sagt Einrichtungsleiterin Ulrike Schiffer. Fünf Jahrzehnte sollen gebührend gefeiert werden, denn sie stehen auch für Veränderung und Weiterentwicklung der kindlichen Erziehung und Betreuung.

Heute stürmen 43 Kindern regelmäßig ihre Kita. Die 20 Sandflöhe, Kinder von zwei bis sechs Jahren, treffen auf 23 Rennmäuse, die zweite Gruppe der Drei bis Sechsjährigen. Sechs Kinder sind unter drei Jahre alt. Ab dem zweiten Lebensjahr können sie die Kita besuchen, die einen Fisch im Logo trägt.„Wir haben eine Besonderheit“, sagt Schiffer. Seit 2015 ist die Kita im Verbund mit der St. Ulrich Pfarrgemeinde, die insgesamt acht Alpener Kitas umfasst. Gleichzeitig liegt die Kita auf Rheinberger Stadtgebiet.

Viel hat sich im Alltag der Kinder geändert. Gab es früher strengeres Reglement und Betreuungszeiten von 8 bis 12 Uhr, nachmittags von 14 bis 16 Uhr, so präsentieren sich heute flexible Betreuungszeiten, die sich der Berufstätigkeit der Eltern anpassen. „Die meisten nutzen die Zeit von 7 bis 16 Uhr. Die Kinder sind durchgehend bei uns und erleben im ländlichen Umfeld familiäre Zeiten“, sagt Luzia Hackstein, die seit 1982 in der Kita St. Theresia arbeitet und Generationen von Kindern begleitet hat.

Am 1. April 1968 nahm der Kindergarten in „Millingen-Bauernschaft“, wie der Ort damals genannt wurde, seine Arbeit auf. Pfarrer Aretz weihte ihn ein. Schon lange gab es Baupläne für die drei Morgen Land – ein Morgen sind etwa 2500 Quadratmeter Fläche. Geplant waren eine Kirche und ein Pfarrhaus, so der Stand Ende der 1950er Jahre. Zunächst wurde der Kindergarten gebaut, „weil dafür das Bedürfnis  groß gewesen sei“, heißt es in der  RP-Ausgabe aus damaliger Zeit. Und weiter: Die Fertigstellung des Hauses sei dann allerdings eine lange und schwere Geburt gewesen. 1962/63 machte die Finanzkrise Probleme, dann waren beim Bauboom Handwerker knapp. Auch Kindergärtnerinnen fanden sich nicht auf Anhieb.

Ursula Gissing aus Haltern übernahm die Leitung, Margarete Evers aus Xanten und Helferin Albertine Karskens aus Millingen sorgten für den Start. Rund 280 000 DM kostete das moderne Projekt und galt als „Stätte der ersten Begegnung mit der großen Welt“. Für den damaligen Leiter der Grundschule, Josef Gormannns, bekam der Kindergarten hohen Stellenwert als „Hilfe zur Vorbereitung der Kinder auf die Schule. Hier lernten die Kleinen zum ersten Male, sich einer Gemeinschaft einzufügen.“ Soweit die damalige Berichterstattung.

Bis heute ist die Kita in ständiger Weiterentwicklung, auch als Bildungseinrichtung mit pädagogischen Schwerpunkten. „Wir bauen gerade das Thema Partizipation auf“, sagt Leiterin Schiffer. Der Eingangsbereich hat eine Leseecke bekommen, eine Kunstecke und ein Werkraum für die Gestaltung sind an anderer Stelle eingerichtet. „Kinder entscheiden, was sie gerade machen wollen“, sagt Schiffer.

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