1. NRW
  2. Städte
  3. Rheinberg

Rheinberg: 400 Kinder schnuppern Zirkusluft

Ferienalarm in Rheinberg : 400 Kinder schnuppern Zirkusluft

Der Ferienalarm mit dem Circus Rondel for Kids findet zum zehnten und letzten Mal an der Grundschule am Annaberg statt. Ab 2021 steht das Zirkuszelt am Pulverturm in der Innenstadt.

Corona konnte dem „Ferienalarm“ nichts anhaben. Das Zirkusprojekt, bei dem Profis des Circus Rondel for Kids mit Rheinberger Kindern auf dem Gelände der Grundschule am Annaberg Zirkusnummern einüben, findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Die Aufführungen, am Ende jeder Trainuingswoche normalerweise vor großem Publikum, gibt es diesmal in dieser Form natürlich nicht. Trotzdem: Was die Jungen und Mädchen in relativ kurzer Vorbereitungszeit auf die Beine stellen, kann sich durchaus sehen lassen.

Die Verantwortlichen vom Circus Rondel for Kids und der Stadt Rheinberg haben sich etwas überlegt: Die Vorstellungen sollen ohne Publikum stattfinden, gefilmt und zu DVDs verarbeitet werden. Diese DVDs sollen dann die Eltern der Kinder bekommen, die im Zirkus mitgewirkt haben. So können sie sehen, was ihre Kinder in einer Woche Vorbereitungszeit vollbracht haben.

 Artistin Theresa Kohl aus Borth vertraut Zirkus-Profi Rene Ortmann voll.
Artistin Theresa Kohl aus Borth vertraut Zirkus-Profi Rene Ortmann voll. Foto: Fischer, Armin (arfi )/Fischer, Armin ( arfi )

Insgesamt vier Wochen lang heißt es nun „Hereinspaziert in die Manege“, wobei jede Woche ein neuer Schwung Kinder kommt. Immer freitags wird das Eingeübte dann aufgeführt und aufgenommen, vier Shows gibt es also insgesamt. Für diese Aufführungen trainieren und proben die Sechs- bis 14-Jährigen von Montag bis Donnerstag jeweils zweimal am Tag mit den Profis. Der Spaß kommt bei den 110 Kindern nicht zu kurz, denn trotz Corona gibt es auf dem Schulgelände in der probefreien Zeit mehr als genug Betätigungsmöglichkeiten. Von Hüpfburgen über Kettcars bis hin zu Gesellschaftsspielen und Bastelaktivitäten ist alles dabei, was den Kindern Spaß macht und hygienetechnisch möglich ist. „Die Kinder werden in zehn verschiedene Gruppen eingeteilt, und sollen während der Pausen möglichst nur mit Kindern aus der eigenen Gruppe etwas machen. Den Schulhof haben wir in fünf Bereiche eingeteilt, auf Abstand wird sowohl in den Pausen als auch während der Proben und Aufführungen natürlich sehr geachtet“, erklärt Sebastian Sturm, Leiter des Jugendzentrums Zuff, das Hygienekonzept. Sturm, der schon beim allerersten „Ferienalarm“ als Betreuer tätig war, findet es zwar schade, dass es dieses Jahr keine Aufführungen vor großem Publikum geben wird, und einige weitere Einschränkungen vorgenommen werden mussten. Aber: „Es tut den Kindern gut, dass nach vielen Monaten Pause mal wieder eine Aktion wie diese angeboten wird. Ich finde es richtig und wichtig, dass man es macht.“

  • Pastoralreferent Werner Koschinski in der St.-Anna-Kirche.
    Katholische Pfarrgemeinde Rheinberg : Pastoralreferent verlässt den Annaberg
  • Die Katholische Grundschule Niederkrüchten am alten
    Bildung in Niederkrüchten : Neuer Name für die Katholische Grundschule
  • SPD-Politikerin Barbara Hendricks (r.) zu Gast
    Goch : Musikunterricht kommt zu Kindern

Den Kindern endlich wieder spaßige Aktionen zu unterbreiten sei die hohen organisatorischen Mühen voll und ganz wert, findet auch Babette Heimes, die als Stadtjugendpflegerin maßgeblich an der Planung und Organisation des Projektes beteiligt war. „Wir wollten den Kindern Ferienspaß in jedweder Form anbieten, und freuen uns sehr, dass das im Rahmen unserer Möglichkeiten geklappt hat“, sagt sie und ist positiv überrascht vom Engagement der Kinder. „Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel die Kinder in so kurzer Zeit lernen. Das ist toll“, freut sich Babette Heimes. Beliebt sei vor allem das Trapez, wie Babette Heimes weiß. Unter den Nachwuchsartisten gibt es aber auch Seiltänzer, Jongleure und Fakire. Damit am Freitag alles glatt läuft, wird fleißig geprobt. So zum Beispiel bei den Akrobaten, wo Theresa Kohl Mut bewies, als sie mit Unterstützung eines Trainers in stattlicher Höhe Kunststücke vorführte. Die Zwölfjährige, zum sechsten Mal dabei, schätzt es, „in die Welt des Zirkus einzutauchen“. Ähnlich sieht das Akrobatin Hanna Hoffacker, auch schon bereits zum dritten Mal am Start. „Man kann von den anderen Leuten hier richtig was lernen“, freut sich das neunjährige Mädchen.

Im nächsten Jahr zieht der Ferienalarm-Zirkus dann um an die Schule am Pulverturm in der Stadtmitte. Der Grund: Neben der Annaberg-Schule wird ein Kindergarten gebaut.