1. NRW
  2. Städte
  3. Rheinberg

Rheinberg: 32 neue Fahrradboxen am Bahnhof

Auf der Park-and-Ride-Anlage in Rheinberg : Bahnhof wird fahrradfreundlicher

Dank einer 60-prozentigen finanziellen Förderung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr konnte die Stadt Rheinberg die Zweirad-Garagen anschaffen. Die Gesamtkosten dafür liegen bei 130.000 Euro. Pro Tag kostet die Nutzung einen Euro.

Die Park & Ride-Anlage am Rheinberger Bahnhof gibt es schon seit Jahren. Jetzt ist sie um Fahrrad-Abstellboxen erweitert worden. Die 32 Zweirad-Garagen aus Metall sind in dieser Woche aufgebaut worden und können von den nächsten Tagen an genutzt werden. Es ist die erste öffentliche Fahrrad-Abstellanlage in Rheinberg.

Ein lang gehegter Wunsch der Stadt Rheinberg sei endlich wahr geworden, sagte Dieter Paus, Technischer Beigeordneter der Stadt, am Freitag bei der Vorstellung. „Immer mehr Menschen fahren hochwertige E-Bikes, die sie nicht gerne über einen längeren Zeitraum draußen stehen lassen“, so Dieter Paus. Die Angst vor Diebstahl oder Beschädigung sei demnach groß. Nun gibt es in der Stadt die Möglichkeit, Pedelec, Tourenrad oder Mountainbike sicher unterzubringen.

 Die Fahrradboxen sind 1,50 Meter hoch, im Innenraum liegt eine Schiene, auf die die Fahrräder gesetzt werden.
Die Fahrradboxen sind 1,50 Meter hoch, im Innenraum liegt eine Schiene, auf die die Fahrräder gesetzt werden. Foto: Armin Fischer (arfi)

Die Stadt habe die Anlage realisieren können, weil es eine 60-prozentige Förderung über den Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) gebe. Insgesamt hätten Kauf und Installation der Boxen mit 130.000 Euro zu Buche geschlagen. 40 Prozent der Summe trage die Stadt. Dieter Paus: „Wir sind dem VRR dankbar. Die Zusammenarbeit mit ihm war sehr angenehm. Aber auch unserem Dienstleistungsbetrieb gebührt Dank. Er hat die Fläche hinter dem Bahnhof gerodet, die Fundamente geschaffen und dafür gesorgt, dass Strom dorthin gelegt wurde.“

  • Helmut Feldhaus ärgert sich über die
    Bürger ärgert sich über Schmierereien : Rheinberg soll mehr gegen Vandalismus tun
  • Bei einem Workshop im Awo Bahnhof
    Freizeit in Rheurdt : Erste Ideen für die Pumptrack-Anlage
  • Leader hat schon viel bewirkt in
    Regionale Förderung : Rheinberg wird Leader weiter unterstützen

Die Fahrradboxen können für unterschiedliche Zeiträume gebucht werden – von einem Tag bis zu einem Jahr. Die Kosten liegen pro Tag bei einem Euro, pro Woche bei fünf Euro, pro Monat bei 15 und für ein ganzes Jahr bei 90 Euro.

Eine Buchung ist über die Homepage des Betreibers „Dein Radschloss“ (www.dein-radschloss.de) möglich. Der Anbieter kooperiert auch in anderen Kommunen mit dem VRR. Die Buchung ist auch an Ort und Stelle möglich. Dort steht zwischen den Boxen ein Automat.

Die Handhabung der Fahrradboxen ist recht einfach. Die Boxen sind 1,50 Meter hoch und damit hoch genug für gängige Räder. Innendrin liegt eine Metallschiene, auf die man das Rad setzen kann. Die großen Türen werden verschlossen, zusätzlich kann man das Rad im Innenraum noch mit einer Schlaufe aus Stahl an der Box sichern.

Eine der Boxen ist eine doppelte, es gibt also oben und unten Garagen. Um das Fahrrad in die obere Etage zu bekommen, gibt es eine auszieh- und absenkbare Schiene mit entsprechenden Befestigungen für das Fahrrad. Steht es auf der Schiene, wird sie wie eine Schublade in die Box gefahren. 

Geplant war eine Erweiterung der Park & Ride-Anlage am Bahnhof. Die sei aber erst einmal zurückgestellt, sagte Beigeordneter Dieter Paus: „Wir müssen erst mal schauen, ob der Bedarf für mehr Stellplätze überhaupt gegeben ist.“ Vor der Corona-Zeit seien die Stellplätze meist belegt gewesen. Inzwischen sei der Parkplatz aber oft nicht mal zur Hälfte gefüllt. Dieter Paus: „Eine Erweiterung wird gefördert. Dann wird aber kontrolliert, ob der Bedarf wirklich da ist. Sonst kann es ein, dass wir Fördergelder zurückzahlen müssen.“

(up)