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Rheinbeg: Ein Lebenszeichen: Seht her, die Schützen sind noch da!

Treffen auf der Rheinberger Schützenwiese : Seht her, die Schützen sind noch da!

Die Rheinberger Schützen hatten ein kleines Treffen am Sonntag auf der Festwiese an der Orsoyer Straße organisiert. Normalerweise würde jetzt Schützenfest mit Kirmes gefeiert und am Montag wäre ein neuer König ermittelt worden.

Natürlich war die Veranstaltung am Sonntag kein Ersatz für das „richtige“ Schützenfest, das diesmal die Sebastianer ausgerichtet hätten. Das sollte sie aber auch nicht sein. Gedacht war der Tag vielmehr als ein Lebenszeichen: Seht her, die Rheinberger Schützenfamilie ist noch da!

Am Morgen gestaltete Pfarrer Martin Ahls von St. Peter eine gut besuchte Schützen-Messe im Pfarrgarten. Anschließend zogen die überwiegend uniformierten Teilnehmer zur Festwiese an der Orsoyer Straße. Am Schießstand fehlte der Kugelfang, stattdessen wehten dort neben der Fahne mit dem Stadtwappen die Vereinsfahnen der Sebastianer, der St.-Michaelis-Bruderschaft und der Bürgerschützen, die die Dreier-Gemeinschaft bilden und unter normalen Umständen abwechselnd das Schützenfest ausrichten. Es war alles hergerichtet für eine kleine Zusammenkunft. Bierzeltbänke waren aufgestellt, die Michaelis-Schützen hatten ihren Offizierswagen mitgebracht, eine Blaskapelle spielte. Das Kinderbelustigigskomitee, sonst mit Rheinbergs beliebtestem Spielplatz im Einsatz, hatte Kuchen mitgebracht. Für Getränke war gesorgt, und wer wollte, konnte sich Pommes mit Currywurst genehmigen. Fürs Auge waren sechs Oldtimer-Traktoren auf der Wiese geparkt.

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Rund 120 Besucher waren gekommen (250 hätten es maximal sein dürfen), darunter Vertreter aller drei Vereine. Auch Richard Pleines, Präsident der Ossenberger Schützen, machte seine Aufwartung. Es herrschte eine lockere, fröhliche Atmosphäre auf der weitläufigen Schützenwiese. Das Haus Underberg hatte zahlreiche Päckchen mit je zwei Fläschchen des Magenbitters spendiert, die verteilt wurden. „Wir sind froh, dass diese kleine Veranstaltung hier heute möglich ist“, sagte Sebastianer-Präsident Heinz Geßmann. Mit dem Ordnungsamt hatten die Schützen die „Spielregeln“ für den Tag abgestimmt.