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Rheiberg: Zwei junge Ratsleute möchten, dass die Regenbogenflagge gegen Ausgrenzung weht

Gedenktag in Rheinberg : Regenbogenflaggen am Stadthaus

Elias Sentob von der FDP und Niels Awater von den Grünen, die beiden jüngsten Rheinberger Ratsmitglieder, haben Bürgermeister Dietmar Heyde gebeten, auf den Gedenktag am 17. Mai hinzuweisen.

Die Einführung der Ehe für alle sei ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, sagen Elias Sentob (FDP) und Niels Awater (Bündnisgrüne). Dennoch erfahren Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender-Personen und „queere“ Bevölkerungsgruppen (LGBTQ) nach wie vor Ausgrenzung, Diskriminierung und sogar Gewalt im Alltag. Deshalb haben sich die beiden jüngsten Ratsmitglieder dafür ausgesprochen, dass die Stadt am Montag, 17. Mai, am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT), ein sichtbares Zeichen für Offenheit, Vielfalt und Toleranz in der Gesellschaft setzt und die Beflaggung des Stadthauses mit der Regenbogenfahne anordnet.

Für Elias Sentob ein wichtiger, längst überfälliger Schritt. „In einer ländlich geprägten Region wie Rheinberg ist das Thema noch nicht so präsent in der Gesellschaft wie in den Metropolen – wir hängen diesbezüglich sicher hinterher“, sagt der FDP-Ratsherr. Dabei glaubt er nicht, dass es in Rheinberger Vereinen und Einrichtungen diskriminierende Strukturen gibt, dennoch müsse ein Bewusstsein für die Thematik geschaffen werden. Und nicht nur das: Vor allem für junge Menschen, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell, transgender oder queer identifizieren, brauche es Angebote, Anlaufstellen und Beratung. Auch in Rheinberg.

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„Mit der Regenbogenflagge am Stadthaus zum 17. Mai wollten wir einen Anfang machen“, so Elias Sentob. Aus dem Stadthaus haben er und Niels Awater schon eine positive Rückmeldung erhalten. Und die Beflaggungsverordnung des Landes NRW schränkt die Kommunen hier nicht ein. „Ich unterstütze diese Initiative voll“, sagte Bürgermeister Dietmar Heyde. Und kann dem Wunsch der beiden Ratsmitglieder nachkommen: Kurzfristig ist es der Stadt gelungen, zwei Regenbogenflaggen zu beschaffen, die am Montag um 13 Uhr am Stadthaus gehisst werden.

Elias Sentob kann sich durchaus vorstellen, dass die Regenbogenflaggen als Zeichen der Vielfalt und Toleranz auch dauerhaft in Rheinberg wehen. Vielleicht nicht am Stadthaus. Aber eventuell möchten Vereine oder Schulen im wahrsten Wortsinn Flagge zeichnen, hofft Sentob. Er ahnt allerdings, dass dem Vorhaben nicht überall uneingeschränkte Unterstützung zugesagt wird. „Wir rechnen auch mit Gegenwind“, betont der Liberale.