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Alpen: Reizend: Handgemachte Geschenkideen

Alpen : Reizend: Handgemachte Geschenkideen

Nikolausmarkt im und rund um das Alpener Rathaus lockte viele Besucher an. Auch das Bühnenprogramm überzeugte.

Alpen zieht die Menschen an: Der Himmel zeigte am Wochenende sein schönstes Blau, überall rund ums Rathaus duftete es nach Glühwein und Kakao. Rund fünfzig Anbieter sorgten beim Nikolausmarkt für vorweihnachtliche Stimmung. Dazu trug auch ein erstklassiges Bühnenprogramm mit dem Musikverein Menzelen, dem Männergesangverein (MGV) Martonair, der Dom-Musikschule Xanten. Und Tribal Voice, eine achtköpfige Band aus Emmerich, und Sängerin Christine Maas sorgten für flotte Töne.

Den besonderen Charme dieses Marktes macht das breite Angebot an fast ausnahmslos selbst hergestellten Geschenkideen und Leckereien aus. Einen ganzen Samstag lang haben etwa die 30 Mädchen und Jungen der Alpener Jugendfeuerwehr an den Backöfen der Schulküche gestanden, umgeben vom Duft frischer Weihnachtsplätzchen. Mit dem Kauf dieser Plätzchen haben die Besucher zudem einen guten Zweck erfüllt: Mit den Einnahmen aus dem Nikolausmarkt finanziert der Feuerwehrnachwuchs seine Weihnachtsfeier und die Teilnahme am großen Ferienlager der Jugendfeuerwehren im Kreis.

Dass Äpfel in der Umgebung von lernwilligen Schülern besonders gut gedeihen, zeigt sich an der Sekundarschule. "Wir haben zwar nur einen Baum im Innenhof, aber der hat in diesem Jahr reichlich getragen", sagt Schulleiter Tilman Latzel. Damit alle was davon haben, verarbeitete die Klasse 6 b die Früchte zu Apfelmus und Punsch. Gegen eine kleine Spende in die Klassenkasse durften sich die Besucher bedienen.

Selbstgemachte Kaffee-Seife hatte Anja Brands im Angebot. Die außergewöhnliche Duftnote hat durchaus beachtliche Wirkung. "Sie neutralisiert den Geruch von Knoblauch oder Zwiebeln an den Fingern", so Brands.

Ein Stammgast auf dem Alpener Nikolausmarkt ist Petra Vogt. Zu ihr kommen Menschen, um im wahrsten Sinne des Wortes den Löffel abzugeben. Denn die pfiffige Schmuckdesignerin hat sich darauf spezialisiert, aus altem Silberbesteck modische Ringe, Ketten oder Anhänger zu fertigen. So wird aus Omas Suppenlöffel glänzender Ohrschmuck oder aus der Gabel ein Griff für die Besteckschublade. Und auch Extrawünsche erfüllt die Frau aus Menzelen-Ost immer wieder gerne: "Eine ältere Dame gab mir ihren Tauflöffel mit der Bitte, zwei Ringe daraus zu machen. Einen für sich und einen für die Enkeltochter." Nur mit silbernen Messern kann Petra Vogt nichts anfangen: "Die Griffe sind mit Quarzsand und Wachs gefüllt und die Klingen bestehen aus hartem Stahl."

Einen ungewöhnlichen Weg musste Jennifer Haberkorn beschreiten, um ihre selbst gemachten Seifen anbieten zu dürfen: "Ich gebe einem Partner in England die Rezepte, er schickt mir dann die fertige Seife. In Deutschland müsste ich jede einzelne Seife zertifizieren lassen und rund 1000 Euro dafür bezahlen." Ein echter Hingucker im Rathaus waren die farbenfrohen Hotpants am Stand von Dagmar Müller und Andrea Rupprath. Die heißen Höschen sind Masche für Masche gestrickt ebenso wie die "Julekuler", Christbaumkugeln aus Wolle. "Die sind sogar waschmaschinenfest", sagt Dagmar Müller.

Und wer es sich vor dem so geschmückten Baum richtig gemütlich machen möchte, sollte seinen Füßen die gehäkelten Hausschuhe von Anita Janßen gönnen. "Es fühlt sich an wie barfußlaufen, die Füße werden gleichzeitig massiert und gewärmt", verspricht die Alpenerin.

(erko)