Rheinberg: Prinz René de Lattré regiert die Rheinberger Narren

Rheinberg: Prinz René de Lattré regiert die Rheinberger Narren

René de Lattré ist neuer Prinz der Rheinberger. Samstagabend wurde er von den Mitgliedern des Elferrates der Rhinberkse Jonges gewählt, die sich auf der Kegelbahn des Hotels Rheintor getroffen hatten. Acht von elf Stimmen soll er im ersten Wahlgang erhalten haben. Die anderen drei Stimmen sollen in geheimer Wahl an Jens Wiehager gegangen sein. Der hatte sich aber nicht als Verlierer zu fühlen. Denn er begleitet den Prinzen als Hofmarschall in der Session unter dem Motto "Fire statt spioniere". Das Rheinberger Dreigestirn komplettiert Lars Kisters als Zeremonienmeister.

Rund 150 Narren feierten die zukünftige Rheinberger Regenten im Hotel Rheintor, nachdem das Ergebnis der Wahl bekanntgegeben worden war. René de Lattré ist karnevalistisch ein Blaublüter. Schon sein Vater war Karnevalist durch und durch. "Er war in der Session 1968/1969 Prinz", erzählt der designierte Prinz René I., "weil damals im Winter so viel Schnee fiel, wurde er Schneeprinz genannt." Er hingegen hat schon einen Namen: René, der Verbindliche. "Er ist sehr verbindlich bei seinem Wort", erklärt Jonges-Präsident Clemens Geßmann den Beinamen. "Er ist treu, ein richtiger Vorzeigejunge und ein Mann der leisen Töne."

Dieser Mann der leisen Töne, der 1970 geboren wurde, ist humoristisch veranlagt. "Ich war schon in der Leitung, als mein Vater Prinz war", schmunzelt er. Mit 18 Jahre begann er seine närrische Karriere bei der Stadtwache, war später bei der Prinzengarde und im Elferrat. In der Session 2007/2008 schnupperte er erstmals karnevalistische Höhenluft. Unter Prinz Rainer Müller, der heute Vize-Präsident der Rhinberkse Jonges ist, war er Zeremonienmeister. In der Session vor drei Jahren übernahm er zum zweiten Mal dieses Amt — bereits zusammen mit Lars Kisters, der Prinz war, und Jens Wiehager als Hofmarschall. Diesmal tauscht die Rolle mit Lars Kisters. Dies ist möglich weil seine Familie, seine Frau Alexandra de Lattré und seine zwei Kinder, hinter ihm stehen. Dazu kommt die Unterstützung durch seinen Arbeitgeber, die Siemens AG in Duisburg, bei der er als Schlosser in der Fertigung von Turbinen und Verdichtern beschäftigt ist. Während der heißen Phase der Session kann er zwei Wochen Urlaub nehmen.

(got)
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