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Rheinberg: Polizei warnt vor falscher Spendensammlung

Rheinberg : Polizei warnt vor falscher Spendensammlung

"Ruhig bleiben, nicht überrumpeln lassen" - das rät eine RP-Leserin allen, die in diesen Tagen unerwarteten und unbekannten Besuch bekommen. Ihr war das am Dienstagnachmittag passiert: "Es klingelte und an der Türe stand eine ältere Dame, die einen pinkfarbenen Ausweis zeigte und um Spenden für die ,Bürgernothilfe Mülheim' bat." Da die Frau einen seriösen Eindruck machte, gab ihr die Bortherin etwas Geld.

Doch später kamen ihr Zweifel: "Ich habe mich richtig geärgert und gefragt, wem ich da eigentlich Geld gegeben habe. Und ich fände es gut, wenn das anderen erspart bleibt und sich jeder vorher auf diesen Moment vorbereitet."

Dass es zu weiteren Begegnungen kommt, ist nicht unwahrscheinlich: Die Polizei berichtete gestern, allein am Dienstag hätten sich ein 72-Jähriger, eine 53-Jährige und eine 46-Jährige gemeldet, weil bei ihnen die Unbekannte zwischen 15.35 und 16.35 Uhr im Bereich der Straße Heidekuhlen sowie der Ulmenallee Spenden für die "Bürgernothilfe Rheinberg" gesammelt habe. Die existiere allerdings nicht - und bei der Bürgernothilfe Mülheim /Ruhr erfuhr die Rheinische Post auf Nachfrage, dass für sie niemand in Rheinberg sammle. Die Polizei bittet Zeugen und eventuell weitere Geschädigte, sich zu melden.

Die Unbekannte ist etwa 65 Jahre alt, zirka 1,65 Meter groß, graue, kurze Haare, Brillenträgerin, trug einen silbergrauen Mantel. Hinweise an die Polizei, 02843 92760.

(kau)