Rheinberg: Planung für Kindertagesstätte läuft

Rheinberg: Planung für Kindertagesstätte läuft

Im Jugendhilfeausschuss ging es auch um das Zirkusprojekt "Ferienalarm".

Rheinberg benötigt noch eine zusätzliche Kindertagesstätte. Besonders groß ist der Bedarf in der Reichelsiedlung. Der Vorteil dort ist, dass es auch eine freie Fläche gibt. In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses gab Sozialdezernentin Rosemarie Kaltenbach den aktuellen Stand bekannt. "Wir haben mittlerweile Gespräche mit dem Investor und dem Landschaftsverband Rheinland geführt", sagte sie in der Sitzung. Unterdessen habe der Investor seine Pläne inzwischen auch dem Kreis Wesel vorgestellt.

Rosemarie Kaltenbach sagte, der Investor möchte versuchen, nicht nur ein Gebäude für eine Kindertagesstätte zu bauen. - "er möchte das mit öffentlich geförderten Wohnungen kombinieren". Die Gespräche mit dem Landschaftsverband sollen jetzt fortgesetzt werden. Mit der endgültigen Entscheidung sei im Januar zu rechnen. Dezernentin Kaltenbach: "Der Investor ist zuversichtlich, dass er seine Vorstellungen realisieren kann." Mit dem Baubeginn sei allerdings erst 2019 zu rechnen. Daher sei es noch zu früh, über einen Träger zu sprechen.

Im Ausschuss wurde auch über den "Ferienalarm" gesprochen. Das Zirkusprojekt ist seit einigen Jahren ein kräftiger Baustein des Ferienkompasses in den Sommerferien. Es nahmen im Sommer 375 Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren an der Ferienmaßnahme teil, die stets auf der Wiese am Grundschulstandort Grote Gert stattfindet. Zusätzlich waren in der zweiten Woche noch weitere 35 Kinder dabei, die - nachdem sie in der ersten Woche am Zirkusprojekt teilgenommen hatten - auch noch das Ausflugsprogramm gebucht hatten.

2018 geht die Ferienalarmierung weiter. Dann soll die Kinderzahl auf 110 pro Woche beschränkt werden, damit die Qualität der pädagogischen Betreuung gehalten werden kann. Stadtjugendpflegerin Babette Heimes sagte: "Die Kinder brauchen immer mehr Aufmerksamkeit und Einsatz der pädagogischen Betreuer." Somit sei auch gewährleistet, dass pro Familie eine ausreichende Zahl an Karten für die Vorstellung vergeben werden können. Denn bei den Vorstellungen am Ende jeder Projektwoche platze das Zirkuszelt förmlich aus allen Nähten.

Da die Nachfrage in den Sommerferien das Angebot aber immer noch weit übersteige, wurde der Zirkus für das Jahr 2018 für vier Wochen gebucht. Das bedeutet: Beim nächsten Mal gibt es Plätze für 440 Kinder. Die Mehrkosten werden durch erhöhte Teilnehmerbeiträge aufgefangen. Der Teilnehmerbeitrag wird von 70 auf 80 Euro pro Woche und von 130 auf 150 Euro für die 14-tägige Betreuung erhöht. Dadurch können die entstehenden Kosten fast vollständig gedeckt werden.

(up)