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Kommentar: Noch keine Vision erkennbar

Kommentar : Noch keine Vision erkennbar

Rosemarie Kaltenbach ist in mancherlei Hinsicht ein Gegenentwurf zu Bürgermeister Hans-Theo Mennicken: Sie ist eine Frau, lebt erst seit kurzem in Rheinberg und muss die Rheinberger erst noch für sich erobern.

Bei ihrem ersten offiziellen Auftritt als Bürgermeister-Kandidatin erlebten die Besucher sie als ruhig, nachdenklich, humorvoll und offen. Eine gestandene Frau, die ohne oberflächliche, in Rhetorik-Kursen antrainiertes Schaulaufen auskommt. Mehrfach machte sie deutlich, dass sie als Bürgermeisterin keine Wunder vollbringen könne. Der Rat habe ein Wort mitzureden und das fehlende Geld schiebe guten Ideen einen Riegel vor.

Aber gerade wenn ein Bürgermeister mit solchen Hürden umgehen muss, braucht er eine Vision, eine Idee - etwas, das andere begeistert. Rosemarie Kaltenbach sagt nicht klar genug, wo sie die Stadt hinführen möchte. Die Begegnung mit den Rheinbergern zu suchen und sie anzuhören, ist ein guter Anfang. Diese Gespräche müssen aber in ein erkennbares Ziel haben. In der Stadt müssen viele Dinge verändert und auf den Weg gebracht werden. Und die Wähler wollen wissen, wie das passieren soll. Rosemarie Kaltenbach muss konkreter werden und sollte den Mut aufbringen, sich mit ihren Vorstellungen auch mal abseits eingelaufener Wege zu positionieren. UWE PLIEN

(RP)