Rheinberg: Noch kein Mittel gegen Kastanien-Killer

Rheinberg: Noch kein Mittel gegen Kastanien-Killer

Dienstleistungsbetrieb informierte den Betriebsausschuss über den Zustand der von Schädlingen befallenen Bäume.

Der Dienstleistungsbetrieb (DLB) informiert den Betriebsausschuss regelmäßig über bestimmte Entwicklungen, so etwa über den Zustand der städtischen Bäume, die von Schädlingen befallen sind.

Viele der Rosskastanien in Rheinberg - etwa in den Wallanlagen - sind von Pseudomonas syringae heimgesucht worden. Bisher sei noch kein wirksames Mittel gegen dieses Bakterium gefunden worden, erfuhr der Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Der DLB habe den Pflegeaufwand erhöht. Mit verschiedenen Maßnahme werde versucht, die Abwehrkräfte der Bäume zu stärken. "Die letzten Kontrollen haben ergeben, dass im Stadtgebiet Rheinberg 100 Kastanien von dem Bakterium befallen sind", sagte DLB-Leiter Holger Beck. "Davon stehen 87 in der Stadtmitte und am Annaberg. Zwischen 2013 und 2017 wurden 31 Kastanien wegen des Befalls gefällt, insgesamt bisher 39 Bäume." Ersatzbäume werden gepflanzt, so Beck, wobei der DLB immer überlegen müsse, welche Bäume man dafür auswähle. Holger Beck: "Wieder Kastanien zu nehmen, wäre nicht besonders sinnvoll. Andererseits sind Kastanien gerade in den Wallanlagen ortsbildprägend."

Vom Eichenprozessionsspinner sind derzeit 134 Bäume befallen. Diese müssen weiterhin behandelt werden, die Ausschreibung dazu werde derzeit vorbereitet. Auch zu sogenannten invasiven Pflanzen informierte der DLB. Es habe im vergangenen Jahr nicht beobachtet werden können, dass sich ihre Zahl erhöht habe. Pflanzen wie die Herkulesstaude zu bekämpfen, sei weiterhin nur mit viel Aufwand möglich. Die Herkulesstaude werde mit dem "Unkrautkocher" - heißes Wasser - bekämpft, teilweise werden sie ausgegraben. Beck. "Eine ständige Kontrolle bleibt nach wie vor zwingend erforderlich." Auch der Artenschutz bleibt ein Thema für die Mitarbeiter des Bauhofs.

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Die Sitzungen des Betriebsausschusses bieten den Politikern immer auch die Möglichkeit, unter dem Tagesordnungspunkt "Anfragen und Verschiedenes", Themen anzusprechen. So wies Benedikt Durben (CDU) darauf hin, dass auf dem Orsoyer Rheindeich einige Laternen immer wieder ausfielen. Er bat um Kontrolle. Günter van Wesel (SPD) lobte den vom Dienstleistungsbetrieb durchgeführten Wettbewerb mit Rheinberger Grundschulen zur Auswahl eines von Schülern gemalten Bildes als Deckblatt für den nächsten Abfallkalender (wir berichteten). Es sei gut, Kinder an die Müllproblematik heranzuführen, meinte van Wesel.

Und Angelika Sand (CDU) erinnerte in der Sitzung, die in den Räumen des DLB an der Bahnhofstraße stattfand, daran, dass der Kreisverkehr an der Moerser Straße ("Geßmann-Kreisel") mit Hilfe privater Sponsoren sehr schön gepflegt werde. "Eine prima Idee", so Angelika Sand. Sie fragte: "Kann man das nicht auch mal als Vorbild für die anderen Kreisverkehre in der Stadt nehmen? Vielleicht lässt sich da was machen."

(up)