Niederrhein: Schwarz-Gelb verzichtet auf Entfesselung beim Thema Kies

Kiesabbau am Niederrhein : Entfesselung beim Thema Kies im Kabinett vom Tisch

Das Beteiligungsverfahren am Landesentwicklungsplan (LEP) ist beendet. Der überarbeitete Änderungsentwurf hat das Kabinett passiert und wird nun dem Landtag zur Beratung zugehen. Die neue LEP-Version beinhaltet auch weiter die Möglichkeit für die Regionalräte, Konzentrationszonen für den Abbau von Rohstoffen auszuweisen.

Das verbucht CDU-Landtagsabgeordnete Charlotte Quik auch als persönlichen Erfolg. „Dafür habe ich mich vehement eingesetzt“, betont die Abgeordnete aus Hamminkeln. Der Abbau von Kies in der Region sei, wenn der Regionalverband Ruhr (RVR) entsprechend plane, auch künftig nur in dafür ausgewiesenen Gebieten möglich.

Die Befürchtung, die ursprünglich geplante Regelung könne überall im Kreis Wesel Kiesabbau ermöglichen, bewahrheite sich nicht, so Quik. „Im ländlichen Raum müssen wir im Sinne der Landwirte auf den Flächenverbrauch penibel achten“, so die Politikerin. Jetzt sei es wichtig, den Regionalplan in seiner jetzigen Form nicht passieren zu lassen. „Aus dem Kreis Wesel kommt eine eindeutige Botschaft an den RVR und seinen grünen Chefplaner“, so Quik. Noch bis Donnerstag können Einwände geltend gemacht werden.

Ob die Änderungen im LEP direkte Auswirkungen auf den Regionalplan haben, bleibe abzuwarten. Den neuen LEP will der Landtag noch vor der Sommerpause verabschieden. Ob es bei der von vielen kritisierten Verlängerung des Betrachtungszeitraums von 20 auf 25 Jahre bleibt, schreibt Quik nicht.

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