Rheinberg: Neues Logistikzentrum neben Solvay

Rheinberg: Neues Logistikzentrum neben Solvay

Südlich der Zollstraße werden 25 Hektar verplant. Bis zu 600 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Die Waren sollen größtenteils per Bahn angeliefert werden. Für den Lkw-Verkehr ist ein streng geregeltes Verkehrskonzept vorgesehen.

Den Rheinbergern geht gerade das nächste große Unternehmen ins Netz: Nach Amazon soll ein weiteres großes Logistikzentrum in der Stadt gebaut werden — im Industriepark Solvay Rheinberg. Südlich der Zollstraße, zwischen dem Millinger Ortsrand im Westen und der alten Solvay-Siedlung im Osten soll ein Komplex entwickelt werden, von dem nach Informationen der Rheinischen Post der Nachschub in eine (oder mehrere) Baumarktkette(n) rollen wird.

Die Rede ist von Hallen, die sogar noch etwas größer werden könnten als die von Amazon in Rheinberg. Zum Vergleich: Amazon, daneben DHL, der große Erweiterungsparkplatz und der künftige Autohof stehen auf einem 317 000 Quadratmeter großen Grundstück. Vor Millingens Toren sind nun allein für das neue Logistikzentrum rund 250 000 Quadratmeter vorgesehen.

Das Projekt wird vom Immobilien-Entwickler LogProject Development GmbH aus Langenfeld konzipiert. Die Planungen befinden sich in einem frühen Stadium und werden am 12. März im Bau- und Planungsausschuss der Stadt Rheinberg vorgestellt, hieß es gestern: "Mit dem Umschlag von Konsumgütern aus dem Non-Food-Bereich sollen bis zu 600 neue Arbeitsplätze geschaffen werden."

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"Der Industriepark Solvay Rheinberg bietet uns wesentliche Vorteile. Dazu zählen die verkehrsgünstige Lage am Niederrhein, die Nähe zum Ruhrgebiet, die vorhandenen Infrastruktur- und Serviceleistungen genauso wie die Anbindung an die Solvay-Werkbahn, über die der Großteil der Waren angeliefert werden soll", erklärte gestern Maik C. Bettentrup, Geschäftsführer der LogProject Development GmbH. Gleichwohl erfolgt die Auslieferung der Waren nach RP-Informationen in der Regel per Lastwagen.

Hat Millingen als Quasi-Standortgemeinde sein nächstes Verkehrs-Thema? Christian Bischoff, ebenfalls Teil der Geschäftsführung: "Der verbleibende Lkw-Verkehr für die Verteilung der Waren wird über ein streng geregeltes Verkehrskonzept über die B 57 geführt, um Anwohner nicht zu belasten." Solvay-Werkleiter Dr. Richard Rösler sieht die Vorteile des Projektes in einer höheren Standort-effizienz: "Das Logistikunternehmen würde das vorhandene Infrastrukturangebot des Industrieparks nutzen wie zum Beispiel Energieanbindung, Betriebsstoffe sowie Dienstleistungen der Werkbahn und Werkfeuerwehr", wird Rösler in einer Stellungnahme zitiert.

Für den Bauantrag des Immobilien-Entwicklers werden in einem nächsten Schritt die erforderlichen Untersuchungen und Gutachten in Auftrag gegeben. Unter anderem für Brandschutz, Schall, Schadstoffe und Artenschutz. Anfang März starten erste Untersuchungen des Baugrunds. "Unser Ziel ist es, das Logistik-Zentrum im Winter 2014/2015 an die Mieter zu übergeben", umreißt Bettentrup den Zeitplan bis zur geplanten Inbetriebnahme.

(RP)
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