1. NRW
  2. Städte
  3. Rheinberg

Rheinberg: Neue Schule lädt in Reichel-Villa ein

Rheinberg : Neue Schule lädt in Reichel-Villa ein

An drei Tagen der offenen Tür stellt sich die "International School of life" in Rheinberg vor. Der erste Termin ist bereits am kommenden Samstag. Eltern und die interessierte Öffentlichkeit sind auf den Annaberg eingeladen.

Die "Reichel-Villa" soll zur Grundschule werden — dieser Exklusiv-Bericht in der Rheinischen Post hatte die Rheinberger am 11. September geradezu elektrisiert. Das Projekt solle in enger Abstimmung und im Einvernehmen mit der Stadt Rheinberg entwickelt werden, erläuterten die Investoren damals im Gespräch mit der RP. Sie wollten ihren Namen allerdings noch nicht in der Öffentlichkeit sehen. Das ist seit gestern anders: Nun nennt die Familie Schwutke als neue Eigentümer der Immobilie, die der frühere Textilfabrikat Herbert Reichel in den 50er Jahren für sich bauen ließ, weitere Details. Informationen, die sie bei insgesamt drei Tagen der offenen Türe auch der interessierten Öffentlichkeit geben wollen.

Nach zwölfjähriger Tätigkeit als Leiterin einer Grundschule bringt Ursula Schwutke große pädagogische Erfahrung in die Gründung der Privatschule ein: "Freude am Lernen und am Erfolg zu entwickeln, sind Ziele meines Handelns", beschreibt die Duisburgerin in einem Faltblatt, das die "Rheinberg International School of Live" unter der Überschrift "Schule anders gelebt" als "Privatschule in Gründung zum 1. August 2014" vorstellt. Rektorin Ursula Schwutke in der Info an interessierte Eltern: "Welche Talente und Potenziale in ihm schlummern, kann Ihr Kind auch durch die Wahl verschiedener Arbeitsgemeinschaften entdecken."

In der kleinen Broschüre wird auch das Schulkonzept angerissen: "Unsere Schule bietet viele Lern- und Erfahrungsräume in musikalischen, künstlerischen, naturwissenschaftlichen, mathematischen sowie sprachlichen Bereichen", wird dort beschrieben. Losgelöst vom herkömmlichen Klassenverband "arbeiten die Schülerinnen und Schüler selbstbestimmt an ihren eigens gewählten Lerninhalten und Lernorten." Ein Lernportfolio sammele die Erfahrungs- und Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler.

Die Schule werde als Ganztagsschule bis 16 Uhr geführt; weil die Mädchen und Jungen dort also einen großen Teil ihrer Kindheit ver bringen, sei es den Betreibern wichtig, auch außerhalb des Lernens genügend Raum für Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Besondere Gegebenheiten auf dem Schulgelände machten dies möglich: Wald- und Parkflächen, ein Spielplatz und ein Tennisplatz böten Gelegenheiten zur freien Entfaltung mit anderen Kindern.

Weitere Abschnitte der Schul-Präsentation sind den dort vorgesehenen Lernräumen gewidmet, dem projektorientierten Lernen sowie geplanten Arbeitsgemeinschaften — nachzulesen auch im Internet. Denn auch im weltweiten Netz ist die Einrichtung bereits vertreten unter der Seite www.international-school-of-life.de

Bei dem Projekt handele es sich im Übrigen um eine private Grundschule im Aufbau. Wobei der Blick aber klar nach vorne geht: "In zwei Jahren soll sie als weiterführende Schule bis zur Klasse 10 mit Abschluss ,Fachoberschulreife' ausgebaut werden", heißt es im Informationsblatt.

(RP)