Rheinberg: Natur-Bilder im Stadthaus

Rheinberg: Natur-Bilder im Stadthaus

Die Teilnehmer eines VHS-Kurses stellen ihre Bilder zu den Themen Natur und Impressionismus aus.

Die Teilnehmergruppe des Rheinberger Volkshochschulkurses zeigt im Stadthaus ihre künstlerischen Arbeiten unter dem Themenschwerpunkt "Natürlich Natur". Dozentin Edith Beck-Kolik hat mit dem Thema Natur und Impressionismus für beide Kurshalbjahre den Weg vorgegeben.

Das Ergebnis der beiden Kurse kann sich sehen lassen. Seit Jahrzehnten ist sie Dozentin bei der Volkshochschule. Entsprechend hoch die Anzahl der Präsentationen im öffentlichen Raum, wie Jens Korfkamp, VHS-Leiter, ausführte. "Das Thema Natur und Impressionismus lässt entsprechend viele Interpretationen zu", so Korfkamp. Farben und Lichteinfall spielen eine Rolle, wobei der Impressionismus zur Mitte des 19. Jahrhunderts eine Abkehr der nichtakademischen Malerei herbeiführt und von der gegenständlichen bis zur abstrakten Malerei reicht. Objekte aus der Natur wie auch landschaftliche Szenen wurden auf die Leinwand gebannt. "Künstler malten, was sie sahen", so Korfkamp weiter.

Für Dozentin Beck-Kowolik ist es wichtig, "den Teilnehmern mit und ohne Vorkenntnissen den Austausch untereinander zu ermöglichen und sie zu stärken. Nicht jeder will seine Arbeiten ausstellen. Natur sehen und sie genau zu beobachten gehört mit zu den Kurszielen", so die Kursleiterin. Verschiedene Arbeitsabläufe und Techniken lernen Anfänger kennen. Auch die Vorlage eines Fotos, beispielsweise mit Blumenmotiv, ist legitim. "Gerade die Blume verändert sich ständig. Mit dem Foto wird der Zustand festgehalten, um damit zu arbeiten", so Edith Beck-Kowolik, der auch nach Jahrzehnten die künstlerische Arbeit im Kurssystem Freude macht.

Im Foyer sind ganz unterschiedliche Motive zu entdecken. Strand-, Landschafts- und Sportszenen sind zu sehen wie auch Porträts von Tieren. Von künstlerisch-tierischen Experimenten berichtet Teilnehmerin Andrea Ehren-Masuhr, die mit Vierbeinerin Darina die Leinwand gestaltete. Die lernfreudige Hündin ihrer Nachbarin setzte mit dem Pinsel im Maul farbige Akzente auf der vorbereiteten Leinwand. "Ich bin Anfängerin und habe mich einfach getraut, den Kurs zu besuchen und auszustellen", erzählt sie. Sich zu Beginn zu überfordern und Unzufriedenheit mit den eigenen Malergebnissen seien absolute Anfängerfehler. "Sich in Geduld üben und der Erwerb von Techniken haben mir geholfen", beschreibt sie ihre Erfahrung.

Hermann Lemmen besuchte ebenfalls erstmals den Kurs. Seine Arbeiten belegen, wie erfahren er in der Malerei ist. Sein Kunstlehrer zu Amplonius-Schulzeiten war der bekannte Impressionist Hein Hoppmann, mit dem er seine Arbeiten besprach. Einige Zeit lang liebäugelte er mit dem Beruf des Künstlers, doch die Architektur sollte es dann werden, bei der er sein künstlerisches Talent einbrachte. Sehenswert sind beispielsweise auch seine "Rollenbilder", die er in das Innere von Klopapierrollen platziert. Erst danach schneidet er die Rolle auf. "Mir hat der Kurs Spaß gemacht", sagt der Rheinberger.

Andrea Ehren-Masuhr, Petra Horster, Lara und Jana Strauch und Hermann Lemmen zeigen ihre Arbeiten bis Ende Januar. Die nächsten VHS-Kurse starten im Februar.

(RP)