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Nabu in Alpen veranstaltet Streuobstwiesenfest

Alt, gesund und lecker : Nabu lädt auf Alpens Streuobstwiese

Alpen feiert die alten Obstsorten auf dem Ratsbongert.

Die Äpfel sind reif, die Ernte läuft auf Hochtouren. Da ist die Zeit reif, dass der Nabu wieder auf den Obstbongert bittet, mit ihm Streuobstwiesenfest zu feiern. Um 11 Uhr am Sonntag geht’s los, ganz zwanglos ohne viel Gedöns. Das Programm in lockerer Atmosphäre ist reizvoll. Nur der Blick gen Himmel ist ein wenig sorgenvoll. „In den zurückliegenden sechs Jahren sind wir von der Sonne verwöhnt worden“, sagt Nabu-Vorsitzender Christian Chwallek. Er hofft, dass es auch diesmal passt.

Auch Bürgermeister Thomas Ahls wird als Stammgast erwartet auf der Wiese, wo inzwischen 165 Bäume alter Obstsorten Frucht tragen. Ahls ist Pate eines Boskop-Baums, „der wieder mit Abstand die meisten Äppel trägt“, wie Chwallek anerkennend sagt. „Ich hab’ ihn mal gefragt, ob er den Baum nach Feierabend immer einmal streichelt“, sagt der Nabu-Mann und lacht.

Es reifen Überlegungen, mit den Früchten Wertschöpfungsketten zu bilden, die Ernte künftig auf dem Wochenmarkt zu verkaufen und/oder im örtlichen Supermarkt. „Regional liegt im Trend“, so Chwallek. Regionale Produkte sind ein Schwerpunkt der 50 Marktbeschicker auf der Streuobstwiese mit Genüssen aller Art und Kunsthandwerk. Auch die Saftpresse ist wieder da, an der jeder seinen gesunden Fruchtcocktail herstellen kann. An die Pomologin kann sich wenden, wer wissen möchte, was sein altes Bäumchen für rätselhafte Früchtchen abwirft.

Auch Vereine, die dem Nabu eng verbunden sind, nutzen die gute Gelegenheit, sich einem größeren Publikum vorzustellen. Früher war’s die Sekundarschule, die sich hier bekannt gemacht hat. Diesmal ist es der Waldkindergarten, der im November offiziell an den Start geht und den Nabu als Bildungspartner in seine Arbeit unter freiem Himmel mit einbeziehen möchte.

Auch die Obstkelterei van Nahmen aus Hamminkeln, die zur Jahrtausendwende mit dem Nabu die alten Streuobstbäume wieder zu einer Landmarke am Niederrhein entwickelt hat, ist auf dem Markt präsent. Und auch andere alte Sorten drängen wieder nach vorn. Eine Gärtnerei aus Drüpt präsentiert Samen vielfach vergessener Tomaten.

Und auf der Bühne gibt’s alte, wenn auch unverwüstliche Musik: Irish Folk, Blues und Rock.