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Nabu Alpen vermarktet Streuobst auf dem Ratsbongert am Dahlackerweg

Klimaschutz in Alpen : Nabu verkauft wieder Äpfel und Birnen von der Streuobstwiese

Die Ernte auf niederrheinischen Streuobstwiesen ist eingefahren. Am Freitag kann man die Früchte in Alpen direkt beim Nabu kaufen. Aber es gibt auch einen digitalen Stand für Äpfel und Birnen.

Hinter dem sperrigen Begriff „regionale Wertschöpfungsketten“ verbirgt ist sich eigentlich nichts anderes als die Rückbesinnung auf die direkte, unmittelbare Beziehung vom Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte zum Verbraucher. Regionale Produkte haben Konjunktur. Das freut Christian Chwallek, Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe in Alpen: „Ungespritzte Äpfel und Birnen von heimischen Streuobstwiesen sind nicht nur praktizierter Klimaschutz durch kurze Wege, sondern sie leisten auch ihren Beitrag zu einer gesünderen Ernährung.“ Obendrein seien alte regionaltypische Apfelsorten von hochstämmigen Bäumen oftmals sogar für Allergiker geeignet.

Der Nabu in Alpen bietet deshalb am Freitag, 22. Oktober, wieder von 14 bis 16 Uhr auf dem Ratsbongert am Dahlackerweg Äpfel und Birnen von regionalen Streuobstwiesen zum Verkauf an. Der Schwerpunkt liegt dieses Mal auf besonders lagerfähigen Sorten wie beispielsweise dem Eifeler Rambour und dem Schöner von Boskoop. Größere Bestellungen von Lageräpfeln sollten besser vorher telefonisch unter Tel. 02802 80427 reserviert werden, rät der Nabu.

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Parallel zur Verkaufsaktion bietet der digitale Marktplatz auf der Internetseite www.streuobst-niederrhein.de vielfältige Möglichkeiten, Walnüsse, Äpfel und Birnen von den hofeigenen Bäumen direkt zu vermarkten. „Die Seite ist die digitale Antwort auf die im Herbst oft an Höfen aufgestellten Obst-Verkaufsschilder“, so Christian Chwallek.

Der Nabu-Mann hofft gleichzeitig, dass über die Seite künftig auch mehr brachliegende Streuobstwiesen zur Pflege angeboten werden, um so die geschmackliche Vielfalt und die Erträge der niederrheinischen Streuobstwiesen zu erhalten, möglichst zu steigern und damit auch einen Beitrag zum praktischen Naturschutz zu leisten.

„Streuobstwiesen sind sogenannte Hotspots der Biodiversität“, so Chwallek weiter. „Denn sie verfügen über eine beeindruckende Artenvielfalt von mehr als 5000 Tier- und Pflanzenarten und über eine Vielfalt mit mehr als 3000 Obstsorten allein in Deutschland“, so der Naturschützer.

Neben dem virtuellen Marktplatz biete die Webseite auch viele Hintergrundinformationen zum Thema Streuobst. Eine Termindatenbank runde das Angebot ab.

(bp)