Musik- und Literaturkreis Alpen Kleine Welten der Musik und Poesie

Alpen · Der Alpener Musik- und Literaturkreis verspricht mit seinem Programm für das Jahr 2020 wieder Vielfalt und Qualität. Los geht es am 19. Januar mit einem Konzert des Saxophonensembles des Stadtorchesters Adenau.

 Andre Emmerichs (v.l.), Klaus Schäpers und Kerstin Pieper vom Musik- und Literaturkreis Alpen stellen das neue Jahresprogramm vor.

Andre Emmerichs (v.l.), Klaus Schäpers und Kerstin Pieper vom Musik- und Literaturkreis Alpen stellen das neue Jahresprogramm vor.

Foto: Fischer, Armin (arfi)

„Wir können sehr zufrieden sein mit dem abgelaufenen Programm, auch wenn nicht alle Veranstaltungen ein breites Publikum angesprochen haben. Aber das ist völlig normal“, erklärt Kerstin Pieper, Vorsitzende des Alpener Musik- und Literaturkreises. Den Anspruch, die gebotene Qualität mindestens zu halten, verspricht auch das jetzt präsentierte Programm für das kommende Jahr.

Den Auftakt gestaltet das Saxophonensemble des Stadtorchesters Adenau am Sonntag, 19. Januar, in der evangelischen Kirche. Unter der Leitung von Harrie Boe­­rs spielen Eckhard Schleich am Sopransaxophon, Marcel Vollmann und Laura Wehren am Altsaxophon, Katja Prämaßing am Tenorsaxophon sowie Daniel Schleich am Baritonsaxophon. Pieper: „Das Ensemble passt zu jeder Stimmung, sein Spiel ist melodisch aber auch mal expressiv. Ich bin sehr gespannt.“

 Nach dem großen Erfolg im Vorjahr wird das Düsseldorfer Quartett Super-Jazz erneut im Lesegarten auftreten.

Nach dem großen Erfolg im Vorjahr wird das Düsseldorfer Quartett Super-Jazz erneut im Lesegarten auftreten.

Foto: LMV

Am 8. März ist dann das Gitarrenduo Tristan Angenendt und Martina Gruber in der evangelischen Kirche zu Gast. Die Begründer der Gitarrenakademie Niederrhein mit Sitz in Wesel stellen zwei Epochen gegenüber, die als das goldene Zeitalter in der Geschichte der Gitarrenmusik gelten: Die Wiener Klassik um das Jahr 1800 und das 20. Jahrhundert, in dessen erster Hälfte die Gitarre eine Renaissance als Konzertinstrument erlebte. Unter dem Titel „Belles Époques: Von Paris in die Welt – Sternstunden der Gitarrenmusik“ werden die Zuhörer mit Werken von Sor, Giuliani, de Llhoyer, Villa-Lobos, Brahms und Rodrigo regelrecht verzaubert. Fast schon traditionell erklingen am 21. Juni um 11 Uhr am Alpener Marienstift die „Posaunenklänge im Park“, dargeboten wie schon im vergangenen Jahr durch den Musikverein. Die Ausbildungsqualität der engagierten Musiker hat sich längst herumgesprochen, das Konzept wurde zu einem Synonym für qualifizierte, effektive und musikalische Ausbildung. Dementsprechend werden die Musikkids auch im kommenden Jahr wieder im Mittelpunkt stehen.

 Das Gitarrenduo Tristan Angenendt und Martina Gruber verzaubert Zuhörer mit Werken aus der Belles Époques.

Das Gitarrenduo Tristan Angenendt und Martina Gruber verzaubert Zuhörer mit Werken aus der Belles Époques.

Foto: Photographer: Bernhard Roidinger

Eine Neuauflage gibt es auch beim beliebten Jazzfrühschoppen am 5. Juli. Nach dem großen Erfolg im Vorjahr wird das Düsseldorfer Quartett Super-Jazz erneut im Lesegarten hinter dem Rathaus zu Gast sein. „Dass dieser Frühschoppen mit dem niederrheinischen Radwandertag zusammenfällt, passt einfach hervorragend. Viele Teilnehmer nutzten den Frühschoppen für eine musikalische Pause“, sagt Kerstin Pieper. Das breit gefächerte Repertoire bringt viele Stilarten des Jazz’, sowie Evergreens und Hits zu Gehör. Für die einzelnen Stilrichtungen orientiert sich die Band unter anderem an den Comedian Harmonists, Louis Armstrong oder auch Marius Müller-Westernhagen.

Im Foyer des Rathauses kommen am 6. September Liebhaber niederrheinischer Poesie und dramatisch bis humorvoll rezitierten Klassikern auf ihre Kosten. Wenn Jörg Zimmer die großen Balladen der Weltliteratur rezitiert, findet Christian Behrens ein passendes Pendant in seinen „Kleinen Welten“. Ein Wechselspiel, das freilich nicht ganz ohne Augenzwinkern vonstattengeht, wobei bisweilen auch kein Auge trocken bleiben dürfte. Begleitet werden die beiden von Valerie Pöllen am Piano.

Freunde der klassischen Musik dürfen sich schon mal den 8. November vormerken. Mit dem Arcadie Quartett sind vier Musiker in der evangelischen Kirche zu Gast, die ihre individuellen Qualitäten zu einem schillernden Ensemblecharakter mischen. Dabei bringen sie ihre unterschiedlichen musikalischen Erfahrungen mit Jazz und sinfonischer Musik, Gesang und historischer Aufführungspraxis ein. Anders als beim Streichquartett sind die Positionen nicht festgelegt. Jeder sitzt mal am ersten Pult, schätzt es aber auch, auf den anderen Flöteninstrumenten in verschiedene Rollen zu schlüpfen.

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