Alpen: Musik liegt in der Luft beim Chor St. Nikolaus

Alpen: Musik liegt in der Luft beim Chor St. Nikolaus

Das Fest fiel ins Jahr des 140-jährigen Bestehens des Gesangsvereins Cäcilia. Doch die kirchliche Sängertradition in Veen reicht deutlich weiter zurück. Erinnerung an Konzerte, Reisen und Theater.

Unter dem treffenden Motto "Musik liegt in der Luft" hat auch der Kirchenchor von St. Nikolaus Veen jetzt sein Cäcilienfest gefeiert. Zunächst stand am Nachmittag die Mitgestaltung des Firmgottesdienstes in St. Ulrich auf dem Programm. Nach altem Brauch besuchten die Chormitglieder anschließend den Friedhof, um der Toten zu gedenken. Danach luden die Männerstimmen Bass und Tenor ins festlich geschmückte Veener Pfarrheim.

Zu Beginn begrüßte Vorsitzender Karl-Josef Wolfertz die Chorgemeinschaft. Nach dem Essen startete das musikalische Programm mit einem "Verdauungslied". Danach wurde weitergesungen und geschunkelt zu alten "Veener Evergreens". Dass es sich bei dem Fest um eine besondere Veranstaltung handelte, hatte Karl-Josef Wolfertz herausgefunden. Vor 140 Jahren, genau am 6. Juni 1877, wurde an einem Bezirkstag der Cäcilienvereine des Dekanats Xanten in Veen der neue Kirchengesangsverein Cäcilia gegründet.

Es war nicht der erste Kirchenchor in Veen. Viele Hinweise in den Kirchenarchiven deuten zuverlässig darauf hin, dass die Sängertradition in der St.-Nikolaus-Kirche schon sehr viel älter ist. So wurden nach Chor-Chronik beispielsweise schon 1828 Sänger für ihren musikalischen Beitrag mit vier Talern und 19 Silbergroschen entlohnt.

Einige noch aktive Chormitglieder erinnerten an Vorfahren, die nach deren Erzählungen schon weit vor 1877 im Veener Kirchenchor gesungen hatten. Diese frühen Gesangsgruppen waren jedoch noch nicht als formelle Vereine organisiert, weshalb das Jahr 1877 als offizielles Gründungsjahr des Gesangsvereins festgelegt worden war.

In einer Rückschau ließ der Vorsitzende weitere Höhepunkte der Chorgeschichte wie besondere Auftritte, Reisen und Ausflüge aber auch Theateraufführungen Revue passieren.

Josef Berger brachte die musikalische Festgesellschaft danach mit einem originellen Beitrag wieder ordentlich in Schwung. Der Abend klang - wie könnte es auch anders sein - mit viel Musik aus.

(RP)