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Alpen: MIT will Datenbank für Alpener Einzelhändler

Alpen : MIT will Datenbank für Alpener Einzelhändler

"Mittelstand hilft Mittelstand" - unter diesem Motto informierte der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU Alpen im wiedereröffneten Kastanienhof Vertreter des örtlichen Einzelhandels und mittelständischer Betriebe sowie zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung über unternehmerisches Handeln in Zeiten der Digitalisierung. "Überleben in der Nische - Einzelhandel zwischen Großstädten und Online-Handel", lautete das Thema, dem sich Referent Michael Lück durchaus humorvoll annahm.

Lück skizzierte auch Lösungen. Er zeigte auf, wie Einzelhändler sich zusammenschließen, um im Verbund mit der Verwaltung ein eigenständiges, aber abgestimmtes Marketingkonzept mit Hilfe von Fördergeldern realisieren können.

Zum Beispiel das Programm "Unternehmenswert Mensch": Bei kleinen Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern werden je Unternehmen 80 Prozent einer Maximalsumme von 10.000 Euro gefördert. Die Fördermittel müssen nicht zurückgezahlt werden. Marketing-Fachleute begleiten und unterstützen den Prozess.

Die Realisierbarkeit der dargestellten Aktionen in Verbindung mit Online-Maßnahmen wurde lebhaft diskutiert. Einzelhändler aus Alpen schilderten ihre Probleme. Vertreter aus Politik und Verwaltung stellten sich den Fragen. Durchweg war von den Teilnehmern zu hören, dass sie viel Neues gelernt hätten und auf einander zugehen werden.

Der MIT-Vorsitzende Karl Hofmann zog ein positives Fazit: "Wir haben mit der Veranstaltung den Nerv des Einzelhandels getroffen. Mit der Resonanz und dem Verlauf bin ich sehr zufrieden." Die MIT werde zusammen mit einigen Einzelhändlern und der Verwaltung im Rahmen der Förderkonzepte versuchen, etwas auf die Beine zu stellen. Eine Datenbank zum Beispiel, in der Betriebe über ein Online-Tool ihre Leistungen und Produkte im Verbund darstellen könnten, wäre eine Idee. "Das sehr gute Einzelhandelskonzept der Gemeinde, das durch baurechtliche Absicherung den Status des Einzelhandels im Ort verbessern will, ist dabei ein entscheidender Schritt", so Hoffmann.

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Ziel sei es daher, mit gemeinsamen Maßnahmen die Lage des Einzelhandels zu verbessern, um weiteren Kaufkraftabfluss zu verhindern. Die MIT ermutigt dazu, sich an der Diskussion zu beteiligen. Zum Beispiel bei der Frage der Parkplätze, damit durch kostenfreies Kurzzeitparken der Einkauf möglich bleibt oder sogar einfacher wird. Problemloses Einparken entlang der Lindenallee und Burgstraße müsse gerade für ältere Personen möglich bleiben.

(RP)