Rheinberg: Misteln für die Vorweihnachtszeit

Rheinberg: Misteln für die Vorweihnachtszeit

Der Naturschutzbund (Nabu) bietet Mistelzweige aus der Obstwiese am Kuhteich in Orsoy an. Am Samstag, 25. November, können Interessierte ab 14 Uhr bis etwa 15.30 Uhr an der Obstwiese, Parkplatz Friedhof Bendstege, frisch geschnittene Misteln gegen eine Spende abholen. Der Erlös fließt in den Erhalt der Nabu -Streuobstwiese. Bestellwünsche auch bei Sylvia Oelinger unter 02844/2725 möglich.

Eine Tradition in der Adventszeit einen Mistelzweig als Glücksbringer in die Eingangstür zu hängen, lebt in vielen Haushalten wieder auf. Doch kaum einer weiß was es mit dem Halbschmarotzer so auf sich hat. Man bezeichnet diese Pflanze gerne als Schmarotzer, weil die Wurzel der Mistel die Leitungsbahnen ihres Wirtschaftsbaumes anzapft und sich so mit Wasser, Mineralien und Nährstoffen ernährt. Da sie aber eine eigene Photosynthese entwickelt, unterscheidet sie sich von den sogenannten Vollschmarotzern. Es gibt drei verschiedene Mistelarten wobei neben der Tannen-Mistel und der Kiefern-Mistel nur die Laubholz- oder weißbeerige Mistel "Viscum album" am Niederrhein zu Hause ist.

Gerade in den Wintermonaten lassen sich Misteln in den kargen Ästen der Laubbäume gut ausfindig machen. Die hängen wie große Nesterbälle mitten im Baum. Und noch ein Gast ist in dieser Jahreszeit dort zu beobachten. Die Misteldrossel. Sie ernährt sich im Herbst/Winter gerne von den weißen Beeren. Die Samen der Beeren wandert durch den Magen der Drossel und gelangen durch den Kot nach und nach auf die Äste der Wirtschaftsbäume. So sorgt diese Vogelart dafür, dass sich die Mistel in der freien Natur vermehren kann.

(RP)