Rheinberg: Mehr als die Hälfte der Kinder im Ganztag sind beitragsfrei

Rheinberg: Mehr als die Hälfte der Kinder im Ganztag sind beitragsfrei

Die meisten Kinder im Offenen Ganztag an Rheinberger Grundschulen kommen aus armen Verhältnissen.

433 Grundschüler in der Stadt besuchen den Offenen Ganztag (OGS). Etwas mehr als die Hälfte dieser Kinder (218) leben in Familien, deren Jahreseinkommen unter 20.000 Euro liegt. Für Kinder aus armen Verhältnissen erhebt die Stadt für den Besuch der OGS keine Gebühr. Auch Geschwisterkinder sind davon befreit, unabhängig vom Einkommen 56,4 Prozent der Kinder (244) sind beitragsbefreit.

Die Armutsgrenze für Familien mit zwei Kindern lag nach Angaben der Hans-Böckler-Stiftung 2016 bei monatlich 2090 Euro für West-Deutschland. Die Stadt hat die OGS-Gebühren gestaffelt nach neun Einkommensstufen. Der niedrigste Beitrag liegt bei monatlich 27,32 Euro für Kinder aus Familien mit einem Jahreseinkommen von bis zu 30.000 Euro. Insgesamt werden für 189 Kinder (43,7 Prozent) Beitrage vereinnahmt. Die Stadt nimmt in der Summe knapp 219.000 Euro ein. Die Geschwisterbefreiungen lässt sich die Stadt 34.000 Euro kosten.

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Für 30 Kinder wird der Höchstsatz von 180 Euro pro Monat vereinnahmt, weil sie in Haushalten mit einem Jahreseinkommen leben, das 90.000 Euro übersteigt. Sieben Prozent der OGS-Kinder brächten nach Angaben der Schulverwaltung rund ein Drittel aller Einnahmen.

Obwohl der neue OGS-Erlass die Anhebung des Spitzensatzes um fünf Euro je Kind zulasse, will die Stadt darauf verzichten. Das sei nicht nur ungerecht. 1800 Euro zusätzliche Einnahmen würden zudem den Verwaltungsaufwand nicht rechtfertigen.

(bp)