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Mehr als 100 Mal „angezapft“ - DRK Alpen ehrt treue Blutspender

DRK Alpen : Mehr als 100 Mal „angezapft“

Das DRK Alpen ehrte bei einer Versammlung treue Blutspender. Allein Andreas Reinken und Georg Wilke liegen im dreistelligen Bereich.

Der Alpener Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat bei seiner Ortsversammlung in der Fahrzeughalle zahlreiche Ehrungen vorgenommen. Ausgezeichnet wurden langjährige Mitglieder sowie vielfache Blutspender.

Insgesamt konnten bei den je vier Blutspendeterminen in Alpen und Veen im vergangenen Jahr 638 Spender begrüßt werden, darunter 58 Erstspender. „Um in allen Lagen Menschen helfen zu können, braucht es auch in Zukunft viele freiwillige Blutspender“, verdeutlichte der DRK-Ortsvereinsvorsitzende Rüdiger Kunst. Entsprechend freute er sich, gemeinsam mit Marie-Luise Kunst, treue Blutspender ehren zu dürfen: Einen echten Spitzenwert erreichte Andreas Reinken, der bereits 125 Mal Blut gespendet hat. Auch Georg Wilke liegt inzwischen im dreistelligen Bereich: 100 Mal ließ er sich zum Wohle anderer die Spritze ansetzen. Markus Ingenbleek und Thomas Köhler kommen auf 75 Spenden, Georg Henrichs hat 50 Spenden hinter sich und Marion Selchor, Angelika Sura und Maria van Beek immer schon 25.

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Unter den zu ehrenden langjährigen Mitgliedern erntete vor allem Helga Kunst großen Respekt. Bereits seit 75 Jahren unterstützt sie die Arbeit der Rotkreuzler. Maurice Braun ist seit 25 Jahren dabei, Felix Rebentisch seit 15 Jahren, Patrick Wollenberg kann auf zehn Jahre und Benedikt Niewerth sowie Felix Mölders auf fünf Jahre zurückblicken.

Bereitschaftsleiter Christian Peeters berichtete, dass 2020 für Rettungsdienst, Spitzenabdeckung, Fortbildung, Sanitätsdienst und technischen Dienst von den Helfern insgesamt 7100 Stunden geleistet worden seien. Die Corona-Pandemie habe sich hierbei deutlich bemerkbar gemacht, da gerade bei den Sanitätsdiensten viele Veranstaltungen ausgefallen seien. Somit lag der Schwerpunkt im vergangenen Jahr im Krankentransport und Rettungsdienst.

Insgesamt 902 Krankentransporte beziehungsweise Rettungseinsätze seien 2020 abgewickelt worden, so Peeters. Den deutlich größten Anteil machten mit 97 Prozent die Krankentransporte aus, vornehmlich in Moers, Kamp-Lintfort und Xanten. Daneben unterstütze das DRK Alpen mit seinem Rettungswagen auch die Spitzenabdeckung, wenn es in der Notfallrettung zu Engpässen komme und große Gefahrenlagen zu bewältigen seien, beispielsweise bei Bombenfunden oder wenn Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen evakuiert werden müssen.

Carina Jansen berichtete für das Jugendrotkreuz (JRK), dass 2020 aufgrund der Corona-Situation kaum Gruppenstunden stattgefunden hätten. Zu Karneval hätten die JRKler noch die „großen“ Helfer beim Umzug begleitet und im Sommer habe ein Kino-Tag im DRK-Heim sowie ein gemeinsamer Bowlingabend stattfinden können. Doch auch der Kreiswettbewerb sei der Pandemie zum Opfer gefallen, und der Zulauf bei Onlineveranstaltungen sei eher gering gewesen. Trotzdem blickt das JRK positiv in die Zukunft, um mit den insgesamt 33 Gruppenkindern in drei Altersstufen und den mittlerweile sechs Gruppenleitern die Präsenz-Gruppenstunden wieder aufzunehmen.

Der von Schatzmeister Norbert Pötters vorgetragene Kassenbericht für das Jahr 2020 ergab ein ausgeglichenes Ergebnis. Größte Investition: die Ersatzbeschaffung für den in die Jahre gekommenen Pritschenwagen. 2022 soll ein neuer Krankentransportwagen angeschafft werden. Außerdem wird die Notstromversorgung des DRK-Heims umgesetzt.

(beaw)