Marienstift-Bewohner in Alpen bekommen einen neuen Kleinbus

Alpen : Marienstift-Bewohner werden mobiler

21 Sponsoren machten die Anschaffung des Fahrzeugs finanziell möglich. Ausflüge für die Bewohner des Pflegeheims sind jetzt viel leichter möglich. Mit der Einsegnung wurde der Ford Transit seiner Bestimmung übergeben.

Für den besonderen Anlass hatten sich die Mitglieder des Bewohnerbeirats im Altenwohnheim Marienstift an der Ulrichstraße in Alpen etwas Besonders einfallen lassen. Gemeinsam sangen sie ein selbst verfasstes Lied mit den Zeilen „Wir danken heut’ den Spendern für den neuen Bus. Damit lässt’s sich gut reisen bei uns am Niederrhein (...). Ein riesengroßes Danke für diese gute Tat.“

Der Dank galt den 21 Sponsoren, die mit ihren bezahlten Werbebannern auf dem „Ford Tansit“ überhaupt dessen Anschaffung finanziell möglich gemacht hatten. Die Gönner waren der Einladung zur Einsegnungsfeier gefolgt. „Die Unterstützung hier ist Ausdruck unseres generellen sozialen Engagements, da, wo wir können, auch helfend tätig zu werden“, sagte die Alpener Kathrin Hüsch, Filial-Chefin der Sparkasse am Niederrhein.

Als „Betreuer“ des Fuhrparks des Marienstifts war es für Thomas Ingenlath mit seiner Firma „eine Selbstverständlichkeit“, sich an der Anschaffung des Fahrzeugs zu beteiligen. Der Bus wird zukünftig beispielsweise bei Ausflügen von Bewohner-Gruppen in die Umgebung allerbeste Dienste leisten. „Wir gucken, dass das Marienstift mobil bleibt und können gleichzeitig damit Werbung machen.“ Jeder Sponsor erhielt zur Erinnerung eine Urkunde aus den Händen von Marienstift-Geschäftsführer Andreas Heßeling. Zuvor segnete Dietmar Heshe, Pfarrer von St. Ulrich, den neuen Kleinbus ein.

Das Fahrzeug war von der Firma „Mobil Sport und Öffentlichkeitswerbung“ zur Verfügung gestellt worden und kann nun für die nächsten fünf Jahre genutzt werden. „Laut Liste kostet der Wagen mehr als 30.000 Euro – mit Anhängerkupplung und Klimaanlage“, machte Norbert Ockers von „Mobil“ deutlich, über welchen finanziellen Rahmen man bei diesem „6er Diesel der neuesten Generation“ reden kann.

„Die Sponsoren sollten sich nicht verpflichtet fühlen. Deshalb haben wir das über eine neutrale Instanz laufen lassen“, erläuterte Marienstift-Geschäftsführer Andreas Heßeling die Partnerschaft mit dem Dienstleister. Für die Tagespflege gebe es schon drei Busse. Den Bewohnern, die über den Beirat den Wunsch nach einem Fahrzeug von sich aus geäußert hatten, werde dieses zusätzliche Angebot auf jeden Fall zugute kommen.

Einen Tag zuvor hatten die Marienstift-Bewohner den Kleinbus bereits genutzt zu einem spontanen Ausflug zum Pizzaessen in Sonsbeck. „Das hat Spaß gemacht“, bestätigten Helga Steeger und Tom Huppertz stellvertretend für die anderen Damen und Herren, wie wichtig das neue Fahrzeug für die Zukunft ist. „So können wir auch mal kurzfristig ’was unternehmen.“ Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen wurde dann gemeinsam in geselliger Runde der besondere Moment gefeiert.

Bei der Ausgestaltung der Fahrzeugflotte achte man insgesamt auf den Aspekt der Umwelt, betonte Marienstift-Aufsichtsratsvorsitzender Willi Keisers. „Die Flotte mit den Transportfahrzeugen ist zur Hälfte bereits auf E-Autos umgestaltet worden. Die Fahrzeuge der ambulanten Pflege werden nach und nach umgerüstet.“

Beim Angebot „Essen auf Rädern“ fährt man mit dem Renault Zoe, ergänzte Heßeling. Da sei man mit den Mahlzeiten auf Porzellantellern auch umweltfreundlich unterwegs. Den Mitarbeitern der Einrichtung biete man zusätzlich E-Räder an. „Gut 30 von ihnen haben dieses Angebot schon genutzt“, sagte Keisers. Und auch „privat“ sei er an dem Thema dran, versicherte Heßeling: „Meine Frau und ich fahren E-Tandem.“