MAP - das Familienfestival in Rheinberg

Rheinberg : MAP – das Familienfestival

Natürlich waren sie wieder der Höhepunkt der Veranstaltung: Die Zauberlehrlinge begeisterten die treuen Fans am Samstag auf der Bühne vor dem Pulverturm. Aber auch der Festival-Freitag konnte sich sehen lassen.

Ein bisschen Regen hält echte MAP-Gänger nicht davon ab, um die „Musik am Pulverturm“ mit „Bandecho“, „Vintage Neon“ und „Zauberlehrling“ zu erleben und dabei gut drauf zu sein. Die Handys wurden kurzerhand weggesteckt, das Blitzlichtgewitter endete abrupt, dafür wurden die Regenschirme aufgespannt. Ein schönes Bild!

Die Festivalbesucher waren für die finale Runde des 19. MAP gerüstet. Punkt 22 Uhr stand „Zauberlehrling“ auf der Bühne. Mit dem Lied des Teasers ‚I Gotta Feeling‘ von „Black Eyed Peas“ eröffnete die 14-köpfige Truppe ihr Konzert. „Hallo Rheinberg“, hieß aus den Reihen der Band. Die Fans jubelten und begrüßten Zauberlehrling ebenso herzlich. Dann donnerte der gute Sound, den die MAP-Fans so schätzen, auch schon los.

MAP ist eine Veranstaltung für die ganze Familie: Claus Teutsch brachte seine Tochter Eva mit. Foto: Fischer, Armin (arfi)

Schnell drängten sich die Besucher dicht an dicht vor der Bühne. Immer mehr Gäste strömten zu „Zauberlehrling“. Auf der Bühne zeigten die Musiker wieder den besonderen Sound, ihre eigene Interpretation bekannter Lieder. Mit Saxophon- und Trompetenklängen, Gitarrenriffs und Bassrhythmen unterstrichen sie die Melodien. Unterschiedliche Sänger, die mit einzigartigen Stimmen den Liedern ihre eigene Note gaben, begeisterten. Ob Michael Meininghaus, Manuel Kutz, Yvonne Rüller oder all die anderen Sänger – jeder hat seine Lieder. Auf jeden Song passte eine spezielle Stimme, der diesen einzigartig machte. Natürlich kombinierten die Musiker ihre Stimmen auch während der Stücke miteinander.

Instrumental war die Band selbstverständlich, wie gewohnt, einmalig. Mit Songs wie ‘California Love‘ von Tupac Shakur, ‚Open Your‘ Eyes von den „Guano Apes“ oder ‚Rebel Yell‘ von „Billy Idol“ hatte „Zauberlehrling“ eine gute Mischung verschiedener Musikrichtungen mitgebracht. Wie besonders sie Lieder covern, zeigte sich eindrucksvoll bei ‚Gimme, gimme, gimme‘ von Abba. Kai Skroch fetzte mit tiefer Rock-Stimme den Schwedensound in die Menge raus. Die Fans dankten es mit Tanzen, in die Hände klatschen oder Auf- und abspringen. Mehr als 20 Songs hatte Zauberlehrling im Gepäck.

Aber nicht nur die 14-köpfige Truppe verwöhnte die Open-Air-Besucher mit guter Musik in Rheinberg. Bevor Zauberlehrling auf die Bühne kam, hatte bereits „Vintage Neon“ die Herzen der Gäste erobert. Sängerin Florence Mankenda (18), Schlagzeuger Jens Dreesen (30) und Gitarrist Alex Schroers groovten ordentlich. Melodische, eigengeschriebene Gitarren-Riffs, kräftige Beats, manchmal soulige, manchmal klare Stimme überzeugten die MAP-Schwärmer. Die einmalige Kulisse des Pulverturms, die Dämmerung und der verträumte Pop-Rock von den beiden Duisburgern und dem Düsseldorfer Jens Dreesen waren die perfekte Kombination, die Lust auf noch mehr guten Sound machte. 45 Minuten gab das Trio alles.

Für die Besucher war der Samstag ein gelungener Abend. Aber auch der Tag zuvor hatte es in sich. „Wir brauchen keinen Gehörschutz“ hieß es von der Kamp-Lintforter Band „El Postre“. Ihn schrien die Metal-Musiker aus Kamp-Lintfort so erbarmungslos heraus, dass man ihnen aufs Wort glaubte. In der Umbauphase war Nils Kopp, früher mal bei „The March“ dran. Mit eigener Begleitung auf der akustischen Gitarre faszinierte er.