Rheinberg: Lösung für die Römerstraße gesucht

Rheinberg: Lösung für die Römerstraße gesucht

Verkehrsinsel? Zebrastreifen? Fahrbahnverengung? Am Dienstag geht es im Haupt- und Finanzausschuss wieder einmal um die gewünschte Verkehrsberuhigung für die Straße am Annaberg. Die CDU lässt die rechtliche Situation prüfen.

Die Römerstraße am Annaberg beschäftigt die Rheinberger - Politik, Verwaltung und Bürger - auch weiterhin. Seit mehr als einem halben Jahr wird diskutiert, ob und wie man die Verkehrssituation insbesondere in Höhe der Arztpraxen beziehungsweise der Römer-Apotheke beruhigen kann. Nach wie vor liegen Unterschriftenlisten in einigen Arztpraxen und in der Lotto-Annahmenstelle an der Römerstraße aus. Initiator Norbert Reimann und einige andere Bürger suchen Unterstützer für ihr Anliegen. Sie möchten, dass an der besagten Stelle eine Querungshilfe gebaut wird. Knapp 300 Rheinberger haben bereits unterschrieben.

Am Dienstag, 10. April, steht das Thema erneut im Haupt- und Finanzausschuss auf der Tagesordnung (Stadthaus, Raum 249, 17 Uhr). Der Bau- und Planungsausschuss hatte den Tagesordnungspunkt dorthin verschoben - ohne einen Beschluss zu fassen. Auch über den vorliegenden CDU-Antrag wurde nicht abgestimmt.

In dieser Sitzung Mitte März hatte die Verwaltung einen Vorschlag unterbreitet, der besagte: Statt einer Querungshilfe könnte die Fahrbahn verengt werden. Für einen Zebrastreifen gebe es aufgrund einer Zählung von Fußgängern keine rechtliche Grundlage. Die Fraktionen favorisierten allerdings einen Zebrastreifen und Tempo 30.

  • Rheinberg : Unterschriftenaktion für die Römerstraße

Einer, der intensiv nach einer Lösung für die Römerstraße gesucht hat und für seine Partei auch einen weitgehenden Vorschlag unterbreitet hatte, ist der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Wittmann. Dass er sich im Bau- und Planungsausschuss (anders als in anderen Sitzung zuvor) mit keinem Satz an der Diskussion beteiligte, hatte einen einfachen Grund: "Ich war erkältet und habe keinen Ton herausbekommen", sagt Wittmann. Im Verlauf der Diskussion sei er deswegen auch fast verrückt geworden.

Verwundert sei er über den über die Presse ausgetragenen Schlagabtausch zwischen Grünen-Fraktionssprecher Jürgen Bartsch und den Technischen Beigeordneten Dieter Paus. "Ich kann mich nicht erinnern, dass die Grünen sich in den vergangenen fünf Jahren erkennbar für die Römerstraße eingesetzt haben. Genau das geben sie jetzt aber vor", sagt der Politiker. Die CDU habe den Antrag gestellt, habe sogar zwei Lösungsvarianten eingebracht. Wittmann: "Aber der Vorschlag ist sofort abgeschmettert worden." Die CDU hatte beantragt, die Stellplätze für Autos als Quereinsteller auf der breiten Grünfläche zwischen Gehweg und Fahrbahn anzulegen. Dafür hätten auch Bäume gefällt werden müssen, die man aber - so Wittmann - an der Römerstraße weiter Richtung Friedhof ohne Probleme hätte ersetzen können.

Die CDU hat Zweifel, ob die rechtliche Situation tatsächlich so ist wie sie ist. Klaus Wittmann: "Gezählt worden sind die Fußgänger ja offensichtlich nur in einem eng abgesteckten Rahmen." Das Ergebnis war, dass nur 31 Fußgänger pro Stunde die Fahrbahn queren, während 50 für einen Zebrastreifen erforderlich seien. Die Fraktion lasse nun prüfen, ob die Zählung rechtlich bindend sei oder nicht und ob die Stadt gegebenenfalls doch anordnen kann, einen Zebrastreifen anzulegen. Wittmann: "Ich hoffe, dass wir bis zur Sitzung am Dienstag eine Antwort haben." Die Frage, ob auf dem neuralgischen Straßenstück Tempo 30 eingeführt werde, sieht der stellvertretende Fraktionsvorsitzende gelassen: "Da gab es in der Politik eine große Übereinstimmung." Er sei zuversichtlich, dass am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss eine gute Lösung gefunden wird, hob der Kommunalpolitiker aus Alpsray hervor.

(up)
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