Rheinberg: Loch in Rheinbergs Kasse ist nur noch halb so groß

Rheinberg : Loch in Rheinbergs Kasse ist nur noch halb so groß

Das Schaubild, das Controllerin Anne Igelbrink als Pilotin beim Sichtflug über die aktuelle städtische Kassenlage im Haupt- und Finanzausschuss an die Wand warf, war gefällig: Bei allen Messgeräten standen die Zeiger im grünen Bereich. Das Haushaltsdefizit wird sich nach derzeitigen Stand gegenüber dem ursprünglichen Planwerk halbieren auf 1,7 Millionen Euro.

Grund für die Verbesserung sind eine stärker als erwartet sprudelnde Steuerquelle (plus 0,6 Mio.), eine Rückzahlung vom RVR (0,7 Mio.) und eine Nachzahlung bei den Konzessionsabgaben (0,4 Mio.) Trotz positiver Tendenz sieht die Bewerterin der Finanzentwicklung aufgrund von Unwägbarkeiten insbesondere bei den Gewerbesteuern noch "keinen Grund zum Jubeln".

Allerdings freut sich Beigeordneter Dieter Paus darüber, dass das kalkulierte Loch im Etat absehbar halb gestopft werden kann. "Wir sind auf unserem Weg aus der Haushaltssicherung gut unterwegs und nicht auf dem absteigenden Ast", so Paus. Aus Reihen der Politik kam angesichts der positiven Signale ausnahmslos Lob für die Verwaltung - auch wenn Viktor Paeßens (CDU) von einem "Wendepunkt" in der Finannot "noch nix" wissen wollte. Auch dem Grünen Jürgen Bartsch fehlt's bei der Verbesserung in der Kasse noch an Konstanz. Michael Kuklinski (SPD) war wesentlicher optimistischer. Er warnte davor, bei Aufstellung des Etats zu konservativ zu planen und im Vorgriff auf ein rechnerisches Defizit den Rotstift zu dick aufzutragen und ohne reale Not Angebote zur Disposition zu stellen. "Rheinberg steht gut da und hat Möglichkeiten", so der scheidende SPD-Etat-Experte.

(bp)
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