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Leader-Region "Niederrhein: natürlich lebendig!" muss sich neu bewerben

Entwicklung auf dem Land : Die Region setzt weiter auf Europa

Seit 2015 sind Rheinberg, Xanten, Alpen und Sonsbeck die Leader-Region „Niederrhein: natürlich lebendig!“ Seither flossen mehr als zwei Millionen Euro von der EU. Nun steht die Bewerbung für die neue Förderperiode an.

Leader ist ein schweres Wort. Genau genommen ist es eine Abkürzung. Auch wenn man sie ausschreiben würde, erschließt sie sich nur dem, der fließend Französisch spricht. Kurz übersetzt: Es geht um die Förderung des ländlichen Raumes. In Europa und mit Mitteln der EU. Die haben auch in der Leader-Region „Niederrhein: Natürlich lebendig!“, zu der sich Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten vor sechs Jahren zusammengeschlossen haben, einiges bewirkt. Mehr als 20 Projekte und knapp 30 Kleinprojekten sind mit Fördermittel auf den Weg gekommen und haben dafür gesorgt, dass „Leader“ in der Region inzwischen positiv besetzt ist. Mindestens das.

Die aktuelle Förderperiode geht Ende kommenden Jahres zu Ende. Bis dahin werden voraussichtlich mehr als zwei Millionen Euro Fördermittel in die vier lebendigen Niederrhein-Kommunen geflossen sein. Mit dem Geld wurden zukunftsweisende Initiativen unterstützt, die zur Weiterentwicklung und Stärkung der Region beigetragen haben. Leuchtturmprojekte, die in die Region und teils weit darüber hinaus ausstrahlen, gibt es in allen vier Kommunen: Den Skaterpark in Sonsbeck oder den Pumptrack in Rheinberg, die beide furchtlose Trendsportler selbst aus dem Ruhrpott anziehen, die klimafreundliche Umrüstung des Nibelungen-Express, der große und kleine Touristen nun mit Stromantrieb durch die Römerstadt Xanten kutschiert. Oder der pädagogisch wertvolle Walderlebnispfad, der den seit Generationen beliebten Familien-Ort Waldspielplatz auf der Bönninghardt auf eine neue Stufe hebt.

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    Regionale Kulturarbeit : Landrat leitet Kulturraum Niederrhein
  • Sankt Martin : So leuchtend schön waren die Umzüge am Wochenende

An diese gute Entwicklung möchte der Trägerverein der Leader-Region – die Räte der vier Kommunen haben ihren Willen dazu bekundet – anknüpfen und sich erneut als Leader-Region für die neue EU-Förderperiode von 2023 bis 2027 bewerben. Die Rahmenbedingungen bleiben voraussichtlich unverändert. Die Förderquote soll sich von aktuell 65 auf 70 Prozent noch erhöhen. Bis Anfang März muss die überarbeitete Entwicklungsstrategie als Bewerbung beim Umweltministerium in Düsseldorf vorliegen.

 Ein riesiger Spaß für Abenteurer auf zwei Rädern: Der Pumptrack in Rheinberg hat sich schon in kurzer Zeit zum Magneten entwickelt.
Ein riesiger Spaß für Abenteurer auf zwei Rädern: Der Pumptrack in Rheinberg hat sich schon in kurzer Zeit zum Magneten entwickelt. Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Dafür muss die Region überzeugengende Antworten liefern auf Fragen wie: Was macht unsere Region und das Leben auf dem Land aus? Woran fehlt es? Was muss sich künftig ändern, damit alle Generationen gut und gerne in der Region leben? Diesen und weiteren Fragen soll im Rahmen von Workshops der Leader-Region „Niederrhein: Natürlich lebendig“ nachgegangen werden. Alle Akteure in Alpen, Sonsbeck, Rheinberg und Xanten sind eingeladen, den regionalen Entwicklungsprozess weiter mitzugestalten und sich mit ihren Ideen für eine erfolgreiche Neubewerbung als Leader-Region einzubringen.

Die Gelegenheit hierzu gibt es am Dienstag, 30. November, und am Donnerstag, 9. Dezember, jeweils von 18 bis 21 Uhr. An beiden Terminen wird in verschiedenen Gruppen zu den Themen Generationen, Tourismus, Kultur, Natur, Klima und Wirtschaft gearbeitet. Moderiert werden die Workshops vom Fachbüro „Futour“ in Kooperation mit dem Regionalmanagement, das seinen Sitz bekanntlich im Sonsbecker Rathaus hat.

  Pädagogisch wertvoll für die ganze Familie: Der Walderlebnispfad auf der Bönninghardt ist eine Top-Ergänzung für den Spielplatz.
Pädagogisch wertvoll für die ganze Familie: Der Walderlebnispfad auf der Bönninghardt ist eine Top-Ergänzung für den Spielplatz. Foto: Armin Fischer ( arfi )

Die Ergebnisse der Workshops fließen in die neue Regionale Entwicklungsstrategie (RES) ein. Die ist Arbeitsgrundlage für die Leader-Region und definiert Handlungsfelder und Ziele, die durch die Umsetzung von Projekten erreicht werden sollen. Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Pandemie könne erst kurz vor den Veranstaltungen gesagt werden, ob diese in Präsenz oder online laufen, so Regionalmanagerin Kristin Hendriksen.

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Daher wird um frühzeitige Anmeldung zu den Workshops gebeten – per Mail an kristin.hendriksen@sonsbeck.de. Weitere Informationen erhält man online unter www.leader-niederrhein.de oder durch einen Anruf bei Regionalmanagerin Kristin Hendriksen, Tel. 02838 36148.

(bp)