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Landesgartenschau 2020: Rheinberg hat den Durchblick

Landesgartenschau : Rheinberg hat den Durchblick

Die Stadt Rheinberg präsentiert sich auf der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort und zeigt, was sie in der Wirtschaft, in der Kunst und für Touristen zu bieten hat. Ein Erzeugnis aus der Kommune ist sogar die offizielle Laga-Blume.

Die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort bietet nicht nur blühende Landschaften und kulturelle Attraktionen, sie gibt auch den umliegenden Kommunen den nötigen Raum, um sich zu präsentieren. Diese Gelegenheit nutzt auch die interkommunale wir4-Wirtschaftsförderung, ein Zusammenschluss der Städte Moers, Neukirchen-Vluyn, Kamp-Lintfort und Rheinberg. Bis zum kommenden Sonntag hat Rheinberg die Gelegenheit, sich den Laga-Besuchern vorzustellen.

Punkten will die Kommune unter anderem bei Tagestouristen. „Wir haben eine historische Innenstadt, eine Festungsanlage, eine umlaufende Wall- und Grabenanlage und vieles mehr. Inzwischen werden auch wieder Stadtführungen angeboten“, erklärt Barbara Gumpert vom Stadtmanagement. Aber nicht nur den Ortskern legt sie den Besuchern an die Herzen, insbesondere der Fahrradtourismus soll weiter belebt werden: „Wir verfügen über ein sehr gutes Wegenetz mit vielen übersichtlich ausgeschilderten Knotenpunkten. Ein Highlight ist natürlich der Rheinradweg mit einem Besuch der alten Festungsanlagen in Orsoy.“ Wer lieber wandert, kann das in Rheinberg auf dem Jakobsweg von Borth bis Orsoy.

Unterstützt wird Barbara Gumpert in dieser Woche von Thomas Bajorat, der als Wirtschaftsförderer die vielen Ressourcen der Stadt hervorhebt. Ein Rheinberger Produkt verschönert dabei nicht nur den Messestand, sondern ist sogar die offizielle Laga-Blume: „Kallis Sonnenschein wurde von der Rheinberger Firma Dümmen Orange gezüchtet“, sagt Bajorat. Und auch in den eigens angefertigten Hochbeeten dürfte schon bald ordentlich Betrieb sein, wurden sie doch von der Initiative „Rheinberg summt“ mit einer bienenfreundlichen Blumenmischung bepflanzt. Wann Bienen die richtige Wohlfühlumgebung haben, misst ein digitaler Bienenkorb. Er erfasst Werte wie die CO2-Konzentration, die Bodenfeuchtigkeit oder die Temperatur und überträgt die Daten auf einen Monitor in den Pavillon. „Wir möchten damit zeigen, dass wir in der Region Firmen haben, die an zeitgemäßen, digitalen Lösungen arbeiten“, so Bajorat.

Für den künstlerischen Aspekt ist die Rheinberger Bildhauerin Ulrike Meier verantwortlich. Ihre Skulptur mit dem passenden Namen „Durchblick“ ist ein echter Hingucker. Wenn das Interesse an der rheinischen Kleinstadt erstmal geweckt ist, liegen unzählige Prospekte mit Informationen zu jedem Themengebiet zur Mitnahme bereit. Auf dem wir4-Gelände befindet sich mit dem selbstgestrickten Tipi eines der wohl begehrtesten Fotomotive der Laga. Genutzt wird es in dieser Woche von dem Rheinberger VHS-Kurs „Natur zeichnen in der Landschaft“. Eine gute Gelegenheit, die Kamera zu zücken, haben Rheinberg-Besucher ab dem 9. Juli, denn beginnt in der Stadt die Ausstellung „Alltagsmenschen“ von Christel Lechner. Ein Besuch „Berkas“ lohnt sich also immer.