1. NRW
  2. Städte
  3. Rheinberg

Rheinberg: KSJ – ein Wiedersehen nach 30 Jahren

Rheinberg : KSJ – ein Wiedersehen nach 30 Jahren

Die "Katholische Studierende Jugend" war bis Mitte der achtziger Jahre eine gut strukturierte Jugendorganisation in Rheinberg. Jetzt sahen sich rund 90 der ehemaligen Jugendfreunde in der Gaststätte "Punto" wieder.

Die Tatsache, dass Hiang Dehne für dieses Treffen eigens aus Jakarta in Indonesien angereist ist, zeigt schon: Die Zeit damals muss etwas ganz Besonderes und Prägendes gewesen sein. Die Asiatin war nicht die einzige mit weiter Anfahrt. Andere kamen aus der Schweiz, aus Süddeutschland und anderen entlegenen Ecken, um im "Punto" bei diesem Wiedersehenstreffen dabei sein zu können.

Kein Klassentreffen hatten Ulli Krauße, Rainer Odenbach, Tina Lipperheide, Anette Schwarz, Hilde Brauer und Frank Conrad auf die Beine gestellt. Nein: Die etwa 90 Frauen und Männer zwischen ungefähr Mitte 40 und Ende 50 gehören zu einem Kreis von 130 Leuten, die von Mitte der siebziger bis Anfang der achtziger Jahre in der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) als Jugendliche aktiv waren.

"Die KSJ war damals eine gut strukturierte Jugendorganisation in Rheinberg", erinnert sich Frank "Conny" Conrad, der nach wie vor in Rheinberg lebt und dessen Kinder heute älter sind als er damals. Es gab Gruppenstunden im Michaelsheim der Pfarrgemeinde St. Peter an der Orsoyer Straße. Das war damals "der" Treffpunkt für Teenies in der Stadt. "Das Zuff gab es ja noch nicht", so Conrad, der an den alten Schuppen im Garten des Michaelsheims erinnert – heute ist dort der Parkplatz Kattewall: "Den haben wir uns damals fertig gemacht."

  • Frank Tatzel hat beim TuS 08
    Jahreshauptversammlung : Frank Tatzel ist wieder Präsident des TuS 08 Rheinberg
  • Auch an der Alten Landstraße in
    Diskussion um Rohstoffgewinnung : Angst vor immer neuen Auskiesungen in Rheinberg
  • Der Rettungsdienst musste an Rheinberger Schulen
    Bericht im Schulausschuss : Zahl der Schülerunfälle ist in Rheinberg stark gesunken

Werner Haake und Gerburg Dicks waren zwei Gruppenleiter, die das Sagen hatten. Sie leiteten oftmals auch die beliebten Sommerferienlager der KSJ nach Österreich, in die Schweiz oder innerhalb Deutschlands. "Oft haben wir uns mit der Rheinberger KJG ein Haus geteilt", schwärmt Frank Conrad.

Bis 1984 war die KSJ eine gut funktionierende Truppe, dann fiel sie nach und nach auseinander. Einige engagierten sich später noch im städtischen Zuff-Jugendzentrum, etwa in der Musikerinitiative "Bärenstarke Bühne" oder waren an der Durchführung des Rockdorf-Festivals beteiligt. Die KSJ gibt es noch heute in Rheinberg, sie hat aber längst nicht mehr die Bedeutung wie früher. Einmal im Jahr gibt es eine Ferienfreizeit nach Spanien.

Dass jetzt rund 90 "alte" KSJ-ler im "Punto" dabei waren, freute die Organisatoren riesig. Die Idee war aufgekommen, nachdem ein kleiner Kreis der Ehemaligen vom frühen Tod eines alten Freundes erfahren hatte. Frank Conrad: "Damals hat Ulli Krauße gesagt: Wir sollten die alte Truppe noch einmal zusammentrommeln, bevor wir alt werden." Eine sehr gute Idee, wie jetzt alle Beteiligten fanden.

(RP)