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Rheinberg: Kritik an SPD-Veranstaltung zu Messeplänen

Rheinberg : Kritik an SPD-Veranstaltung zu Messeplänen

CDU-Mann Markus Geßmann fehlte jedes Verständnis für das Vorgehen der SPD. Die hatte zu einer öffentlichen Info-Veranstaltung zu den Plänen der Messe Niederrhein eingeladen. Wie mehrfach berichtet, will der Eigentümer die alten Reichelhallen abreißen und neue, moderne Hallen aufbauen. Die SPD stört sich dabei an der Planung eines 15 Meter hohen Hallenkomplexes, der zum Baugebiet an der Annastraße ausgerichtet sein soll. "Wir sind sehr erstaunt, dass Sie an die Öffentlichkeit gehen, ohne den Investor zu informieren", schimpfte Geßmann. "Er ist sehr offen, hat uns schon frühzeitig über seine Pläne informiert, obwohl er das gar nicht tun musste. Er investiert in Rheinberg, was sehr positiv ist. Wenn man aber so verfährt wie die SPD, kann man einen solchen Investor auch verschrecken."

Dieter Paus, Technischer Beigeordneter der Stadt, hatte kein Problem damit, dass eine einzelne Partei eine Bürgerinformation durchführt. Er war allerdings sauer, weil die SPD ihr Vorgehen damit begründete, die Verwaltung reagiere nicht. "Das stimmt in keiner Weise", so Paus. "Wir haben schon früh gesagt: Die Bürger müssen vernünftig informiert werden. Der Investor hat allerdings darum gebeten, eine Veranstaltung erst im Februar durchzuführen und nicht schon jetzt, weil er noch Zeit braucht. Ich halte es für kontraproduktiv, schon jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen."

Luise Theile von den Grünen hegte Sympathie für das Vorgehen der SPD: "Die Bürger haben bei größeren Bauvorhaben in Rheinberg immer ein gewisses Unbehagen. Und sie haben manchmal den Eindruck, dass schon alles entschieden ist, wenn sie informiert werden." Die Frage sei immer, wann der richtige Zeitpunkt für eine Informationsveranstaltung sei, erwiderte Dieter Paus. "Man muss den Leuten ja auch etwas Sinnvolles erzählen können." Stadtplanerin Sonja Helmich sagte: "Vielleicht müssen wir als Verwaltung stärker nach außen tragen, dass die Anregungen sehr ernst genommen und eingearbeitet werden." Paus schlug vor, Bürger-Bedenken öffentlich zu machen, um ihre Bedeutung zu unterstreichen.

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Jochen Schmitz von der SPD verteidigte am Ende der Diskussion das Vorgehen seiner Partei: "Wir wollten mit unserer Veranstaltung Druck aus dem Kessel nehmen, nicht Druck aufbauen. Wir haben einfach gemerkt, dass die Menschen informiert werden wollen."

(up)