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Kreis Wesel sieht sich gut gerüstet für mobilen Impf-Einsatz

Corona-Impfung in Alpen : Kreis sieht sich nach dem Test fürs mobile Impfen gut gerüstet

Der Kreis Wesel zieht ein positives Fazit nach dem Testlauf für sein mobiles Impf-Team beim DRK in Alpen. Hier sind unter realen Bedingungen 155 Personen geimpft worden. Die Administration braucht aber Zeit.

Der Kreis Wesel hat nach dem Impf-Test des mobilen DRK-Teams, das am Freitag in Alpen unter realen Bedingungen 130 Mitarbeitende aus DRK-Kitas Astrazeneca verabreicht hatte (wir berichteten ausführlich), ein insgesamt positives Fazit gezogen. „Wenn wir die gewonnenen Erkenntnisse nun in unsere Planungen mit einbauen, sind wir gut gerüstet, mit den mobilen Impf-Einheiten zu starten“, sagte am Montag Lars Rentmeister, Krisenmanager im Kreishaus, nach Auswertung des Testlaufs.

Die eigentliche Impfung habe pro Person nur etwa zwei Minuten in Anspruch genommen. Doch der administrative Aufwand sei deutlich zeitaufwendiger. Ursächlich seien nicht vollständige oder fehlende Unterlagen von zu impfenden Personen gewesen, heißt es in der Mitteilung aus dem Kreishaus. Dabei seien die Probanden vorab über die mitzubringenden Unterlagen informiert und ihnen Vordrucke ausgehändigt worden.

Fehlende Unterlagen vor Ort auszufüllen, koste Zeit und bremse den Impffluss. „Diesen Faktor müssen wir unbedingt berücksichtigen“, so Rentmeister. Es brauche neben dem Impfausweis je zwei ausgefüllte Anamnesebögen, Einwilligungserklärungen und Aufklärungsbögen. Vordrucke sind online unter www.kreis-wesel.de verfügbar.

Wichtig sei auch, so der Kreis, die Witterungsverhältnisse zu beachten. Es sei von Vorteil, die mobile Impfstation an Schulen oder öffentlichen Einrichtungen aufzustellen, da dort die Infrastruktur wie Toiletten oder Parkplätze vorhanden sei.

Am Freitag seien alle 130 eingeladenen Test-Personen zum Impftermin beim DRK in Alpen erschienen. Vier davon hätten aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Da mehr Impfdosen als ausgewiesen aus den Vials verabreicht werden konnten, seien die überschüssigen Dosen Leuten aus der Gruppe der Priorität 1 (Ü 80) verabreicht werden, die vorher vorsorglich in einer Reserveliste vermerkt waren. So hätten beim Testlauf am Freitag insgesamt 155 Personen ihre erste Impfung erhalten.

(bp)