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Kreis Wesel investiert halbe Million Euro in Bauhof auf der Bönninghardt

Verkehrsinfrastruktur im Kreis Wesel : Kreis investiert halbe Million in Bauhof

Die im nächsten Jahr geplanten Einzelmaßnahmen auf dem Gelände an der Bönnighardter Straße bedeuten in der Summe auch beim Klimaschutz einen Schritt nach vorn.

Der Kreis Wesel will 2022 knapp eine halbe Million Euro in die Hand nehmen, um seinen Bauhof auf der Bönninghardt zu sanieren und fit zu machen für die nähere Zukunft. Dabei geht es auch um einen Schitt hin zu mehr Klimaschutz. Das geht aus der Vorlage für den Kreisausschuss hervor, die die Verwaltung der Politik zur Kenntnis gegeben hat.

Mit dem Geld sollen einzelne Gebäude und Anlagen auf dem 14.500 Quadratmeter großen Gelände an der Bönnighardter Straße aufgemöbelt werden. Im klimafreundlichen Sozialgebäude, ein Holzrahmenbau mit Lärchenholzverschalung und einer Insektenfreundlichen Bepflanzung, sollen Büros neu gestrichen werden. Das Haus mit Aufenthalts- und Besprechungsräumen sowie dem Sanitärtrakt wird mit Hackschnitzeln beheizt.

Bei der Werkstatt, die vor fast 60 Jahren errichtet worden ist, soll im Frühjahr das Dach, das mit asbesthaltigen Zementwellen gedeckt worden ist, mit Sandwichelementen saniert werden. Sobald das geschehen ist, soll eine Photovoltaikanlage aufs neue Dach kommen. Die alte Ölheizung im Keller soll im Winter durch eine neue Ölheizung mit moderner Brennwerttechnik ersetzt werden. Sie sorgt übrigens auch für Wärme auf dem benachbarten Bauhof der Gemeinde Alpen.

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Für die 30 Jahre alte Fahrzeughalle, in der auch zwei insgesamt 60 Liter fassende Soletanks für den Winterdienst untergebracht sind, sind keine Maßnahmen geplant. Auch die neue Halle für Großfahrzeuge, Baujahr 2007, hat aktuell keinen Sanierungsbedarf. Der Boden der Waschhalle ist bereits erneuert worden. Dabei wurde das Gefälle „auf ein Mindestmaß reduziert“, sodass hier die mobile Hebebühne zur Reparatur von Fahrzeugen und Geräten eingesetzt werden kann.

Die beiden zwölf Jahre alten Salzsilos sind 2018 noch grundlegend ertüchtigt worden. Die Holzbeschichtung soll erneuert und das Wappen des Kreises Wesel aufgebracht werden. Das massiv gebaute Heizhaus mit dem Holzschnitzellager, das neben dem Gemeindebauhof über eine Nahwärmeleitung auch die Förderschule des Kreises klimafreundlich befeuert, soll im Frühjahr mit Lärchenholz verkleidet werden. Auch hier soll das Kreiswappen signalisieren, wer hier zu Hause ist.

Der noch geschotterte Parkplatz für Mitarbeiter und Besucher soll ein Betonpflaster erhalten, Niederschläge in Rigolen versickern. Außerdem sollen die baufälligen alten Pferdeställe verschwinden und einer ökologisch wertvollen Streuobstwiese Platz machen.

Der Bauhof ist mit rund 30 Beschäftigten zuständig für 192 Kilometer Kreisstraßen, 143 Kilometer Radwege, 42 Brücken und die Pflege der Außenanalgen von 21 kreiseigenen Liegenschaften.

(bp)