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Kreis Wesel: CDU-Gremien für Sascha van Beek als Landtagskandidat

Landtagswahl im Kreis Wesel : Sascha van Beek will für die CDU in den Landtag

Die Vorstände der CDU-Ortsverbände in Alpen, Rheinberg, Xanten und Sonsbeck sowie Kamp-Lintfort und Voerde schlagen den Delegierten vor, den 37-jährigen Parteichef in Alpen als Kandidaten im Wahlkreis Wesel II zu nominieren.

Vorige Woche grätschte Alpens CDU-Chef Sascha van Beek unvermittelt und recht vehement in die „klare Positionierung zum Kiesabbau“, die SPD-Landtagsabgeordneter René Schneider fürs Landtagswahlprogramm der Genossen angekündigt hatte. Jetzt wird sein Motiv sichtbar. Die CDU-Vorstände in Alpen, Rheinberg, Sonsbeck, Xanten, Kamp-Lintfort und Voerde haben sich darauf verständigt, Sascha van Beek (37) 2022 als Kandidat für die Landtagswahl ins Rennen zu schicken.

Der Wahlkreis Wesel II wird aktuell vom SPD-Unterbezirksvorsitzenden Schneider im Landtag vertreten, der ihn vor vier Jahren ganz knapp gegen CDU-Kandidat Rainer Groß aus Xanten behauptet hatte. Die Zuversicht scheint groß in der CDU, dass van Beek das politische Vorzeichen ändern kann. „Die Geschlossenheit ist ein starkes Zeichen und ein guter Start für Sascha van Beek und die CDU im neu zugeschnittenen Wahlkreis“, meint Matthias Broeckmann, Vize-Vorsitzender der CDU im Kreis und Parteichef in Sonsbeck.

„Mir liegt daran, dass das von der CDU ausgerufene Modernisierungsjahrzent bei uns im ländlichen Raum ankommt – in den Schulen, bei den Landwirten oder im Gesundheitswesen“, erläutert Sascha van Beek seine Motivation. Sicherlich sei es noch was hin bis zur Landtagswahl. Aber in den zurückliegenden Wochen sei „von vielen aus der CDU“ der Wunsch an ihn herangetragen worden, für den Landtag zu kandidieren. Der Wahlkreis brauche „ein klares Angebot der CDU“, habe es geheißen.

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„Viele haben mich dann bestärkt, diesen Schritt zu machen“, sagte der Veener. Er sei „glücklich“ über den Rückhalt in der Partei, so der designierte Kandidat. Nach der Vorentscheidung in den Gremien, so van Beek, gehe er davon aus, auch bei der Aufstellungsversammlung, die im September stattfinden soll, „deutlichen Zuspruch“ von den Delegierten zu erhalten.

 Charlotte Quik (Hamminkeln), CDU-Landtagsabgeordnete aus dem Nachbarwahlkreis, freut sich über die Nominierung: „Mit Sascha van Beek bekommt die CDU einen engagierten Kommunalpolitiker und waschechten Niederrheiner als Landtagskandidaten.“ Sie sei sicher, dass er die Wählerinnen und Wähler überzeugt, so Quik, und davon überzeugt, demnächst im Landtag „eine weitere starke Stimme für den Kreis Wesel“ an ihrer Seite zu haben, so die Abgeordnete, die ganz offensichtlich davon ausgeht, ihren Wahlkreis zu verteidigen.

Sascha van Beek, der vor der Eheschließung Laackmann hieß, ist in Sonsbeck aufgewachsen und lebt seit 2004 mit Frau Christina in Alpen-Veen. Die beiden haben zwei Kinder (6 und 8 Jahre). Nach der Ausbildung zum Veranstaltungstechniker in Xanten arbeitete er als Tontechniker auf Musical-Tourneen und als Leiter Veranstaltungstechnik in einem großen Ferienclub in Tunesien, ehe er sich entschloss, sich beruflich zu verändern und eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger zu absolvieren.

Danach studierte er Katastrophenmanagement im Gesundheitswesen in Wales, arbeitete nebenher auf einer Intensivstation und schloss 2013 mit dem Master ab. Seit drei Jahren arbeitet er für die St.-Franziskus-Stiftung Münster als Regionalleiter Medizincontrolling am Niederrhein mit Sitz am St.-Bernhard-Hospital in Kamp-Lintfort.

Ehrenamtlich ist Sascha van Beek seit seinem sechsten Lebensjahr beim Deutschen Roten Kreuz aktiv und absolvierte diverse Auslandseinsätze. Aktuell ist der 37-Jährige beim DRK-Ortsverein Alpen stellvertretender Bereitschaftsleiter und Vizepräsident des DRK-Kreisverbandes Niederrhein. Er hat als Ehrenamtler auch die „Veener Dorfgespräche“ mit ins Leben gerufen, ein Diskussionsforum über die Zukunft des ländlichen Raums. Zudem engagierte er sich im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) für die Belange junger Pflegekräfte.

2006 trat er in die CDU ein und gehört zum Arbeitnehmerflügel der Partei (CDA). Seit vier Jahren steht er an der Spitze der Partei in Alpen, für die er seit fünf Jahren auch im Rat sitzt. Nach der Kommunalwahl im Herbst hat er den Vorsitz im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss übernommen.