Kräftigungsimpulse für den Einzelhandel in Alpen

Alpen : Kräftigungsimpulse für Einzelhandel

Bürgermeister Ahls möchte eine Internet-Plattform für örtliche Geschäfte etablieren.

Im Rathaus will man den schwächelnden Einzelhandel im Zentrum wieder flott machen. Die Idee, den Händlern eine gemeinsame Plattform zum Einstieg ins Internet-Geschäft schmackhaft zu machen, nimmt Gestalt an. Zudem richtet sich der Fokus auf die Vermarktung der Immobilie Willy-Brandt-Platz, wo die Feuerwehr zur Jahresmitte abzieht. Hier soll Platz entstehen für einen modernen Discounter und einen zeitgemäßen Drogeriemarkt. Der Magnet soll Kaufkraft im Ort halten. Davon könnten auch die anderen Einzelhändler profitieren, so das Kalkül.

Das Interesse am 7500 Quadratmeter großen Grundstück in bester Lage ist groß. „Es gibt Investoren, die würden sofort kaufen“, berichtete Bürgermeister Thomas Ahls bei der Senioren-Union. Aber Alpen will das Filetstück im Dorf nicht einfach aus der Hand geben. Im Frühjahr soll ein offizieller Investoren-Wettbewerb starten. Nach gegenwärtigen Bodenrichtwerten könnte Alpen rund 1,5 Millionen Euro einnehmen. Allerdings fließen Abrisskosten fürs alte Gerätehaus in die Rechnung ein. Inhaltliche Festlegungen für die Kombination Handel/Wohnen stehen aus. Denkbar sei, neben gestalterischen Aspekten sozialen Wohnungsbau als Kriterium einzuführen. Eine Jury aus Fachleuten, Verwaltung und Politik entscheidet den Wettlauf der Investoren. Die Bürger sollen in den Entscheidungsprozess einbezogen werden, so der Bürgermeister. Die Vorschläge sollen öffentlich präsentiert werden.

Eine andere Baustelle: Stärkung des Einzelhandels gegen mächtige Konkurrenz im Internet. Die Notwenigkeit, sich auf Online-Geschäfte einzulassen, hat Strategieberater Lück beim Unternehmer-Frühstück im Rathaus betont. Chancen der Online-Plattform als Marketinginstrument für den örtlichen Einzelhandel, der noch Vorbehalte hat, soll Mitte März mit Geschäfts- und Fachleuten gezielt erörtert werden, kündigte Wirtschaftsförderer Thomas Janßen an. Händler vor Ort könnten Service als Plus gegenüber Internetgroßhändlern in die Waagschale werfen. Das Treffen soll nach Ladenschluss stattfinden, so dass viele Kaufleute mit überlegen können, wie das Instrument „spielbar“ wird.

Auch der Stadtumbau soll dem Standort Schubkraft verleihen, steht in den Startlöchern. Das „kleine Wohnzimmer“ liefert einen Vorgeschmack auf künftiges Wohlfühlen beim Shoppen.

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