Rheinberg: Kopfarbeiter trainiert auch den Körper

Rheinberg: Kopfarbeiter trainiert auch den Körper

Als SPD-Landtagsabgeordneter ist René Schneider vor allem Theoretiker. Beim SV Concordia informierte er sich über das vielfältige Angebot und probierte den Fitnessraum aus. Am Tag der Hauswirtschaft besuchte er die Europaschule.

"Lächeln und atmen" prangte in großen Lettern auf dem Shirt von Fitnesstrainer Joel Willms im Sportcenter von Concordia Ossenberg. Der SPD-Landtagsabgeordnete René Schneider nahm's wörtlich, als er nun den nagelneuen Fitnessraum des Vereins "inspizierte" und zeigte sich fit wie der sprichwörtliche Turnschuh. Am frühen Vormittag hatte er kurzerhand Hemd und Sakko gegen Trainingskluft und Pulsuhr getauscht und steuerte zielsicher das Laufband an.

Der Blick auf seine Sportschuhe machte klar: Das war kein "Terminkauf" - die Treter haben schon einige Einheiten hinter sich. "Das Laufen habe ich schon länger für mich entdeckt - auch wegen der ,Röllchen'", scherzte Schneider. Seit Neuestem stärkt er nun in einem Fitnessstudio vor allem die strapazierte Rückenmuskulatur.

Da war es keine Frage, dass er gemeinsam mitJürgen Preuß von der SPD Kamp-Lintfort die Gelegenheit nutzte, um die Ausstattung des Fitnessraums selbst zu testen. Der wird übrigens von Joel Willms und Adrian Tatarciuc mit ihrer Firma "adita" betrieben und komplettiert das Sport- und Kursangebot des SV Concordia. Mit Erfolg: 35 Anmeldungen hat das kleine Studio seit Jahresanfang schon verbucht; auch die Übungsleiter halten sich hier fit. "Fit" und "gesund" steht auch im Mittelpunkt, dicke "Muckis" will hier niemand. Neben dem zwölfteiligen Kraft-/Ausdauerzirkel, der alle großen Muskelgruppen anspricht, versuchte sich René Schneider auch am "Schlingentraining", einem effektiven Ganzkörper-Workout unter Nutzung des eigenen Körpergewichts.

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"Es ist schon beachtlich, was der SV Concordia auf die Beine gestellt hat", waren sich Schneider und Preuß einig. Mit 160 Sportarten unter einem Dach - das finde sich in der Region wohl kein zweites Mal. "Vor allem der Aspekt der Gesundheitsorientierung in allen Bereichen ist vorbildlich", fand René Schneider und betonte: So breit aufgestellt zu agieren, sei nur möglich, wenn man nicht aufhöre, quer zu denken. Das will der SV Concordia auch weiter tun, bestätigte Kretschmer. Mit Angeboten für Senioren im Haus der Generationen und Mehrzweckraum des Stadthauses heißt es ab diesem Jahr zum Beispiel "Concordia to go". Doch es ging auch darum, sich im Gespräch mit Burghard Kretschmer, 1. Vorsitzender des SV Concordia Ossenberg, und dem technischen Geschäftsführer Helmut Hofmann über die Schwierigkeiten auszutauschen, mit denen der Verein konfrontiert ist. "Die Finanzen, der Zustand unseres maroden Fußballplatzes und Möglichkeiten, den Verein zukunftsfähig aufzustellen", zählte Kretschmer nur einige der Herausforderungen auf.

Am "Tag der Hauswirtschaft" war René Schneider dann zu Gast in der Europaschule. Dort zählt Hauswirtschaft als Wahlpflichtfach mit vier Stunden pro Woche - zwei Theorie und zwei Praxis. Schneider erlebte bei seiner Visite Siebtklässler in der Orientierungsphase. Sie müssen sich entscheiden, ob sie das Fach ab Klasse 8 nehmen wollen. Der Abgeordnete: "Die Lehrerinnen Dörte Pagenkopf und Anne Nimphius waren sehr engagiert. Und mir gefällt gut, dass dieses Fach an der Europaschule so ernst genommen wird."

(RP)